UnkompliziertMacintosh: Backup mit Time Machine

Macs aus dem Hause Apple punkten wie üblich mit sehr einfach zu nutzenden Funktionen. Das Datensicherungsprogramm "Time Machine" ist fester Bestandteil des Betriebssystems und macht es Einsteigern und Profis möglich, individuelle Backups auf verschiedenen Medien zu erstellen.

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Der Apple Macintosh punktet wie üblich mit einer sehr einfach zu nutzenden Datensicherungsfunktion: die sogenannte "Time Machine". Das Programm sichert in kurzen Zeitabständen alle Dateiänderungen und ermöglicht darüber hinaus die Erstellung eines Backups in wenigen Minuten. Seit MacOS X 10.5 Leopard ist die Software ein fester Bestandteil des Betriebssystems.

Screenshot Time Machine Oberfläche

Time Machine - intuitiv, leicht nutzbar und trotzdem professionelle Funktionalität. Ein Pluspunkt für das Programm, das Apple standardmäßig integriert.  

Quelle: (Eigener Screenshot) Apple 

Screenshot Time Machine Oberfläche

Time Machine - intuitiv, leicht nutzbar und trotzdem professionelle Funktionalität. Ein Pluspunkt für das Programm, das Apple standardmäßig integriert.  

Quelle: (Eigener Screenshot) Apple 

Obwohl das Arbeiten mit Time Machine auch für Einsteiger unproblematisch ist, wurde nicht an professioneller Funktionalität gespart. Von bestimmten Ordnern und Dateien, bis hin zur kompletten Festplatte kann Time Machine Sicherungskopien erstellen. Übrigens: Ihren Namen verdankt die Software der Möglichkeit eine "Zeitreise" zum Wiederherstellungspunkt eines Backups zu erlauben.

Wichtig: Sollte der Mac aus irgendeinem Grund nicht mehr vom ursprünglichen Startvolume aus hochfahren, führt dies zu Problemen bei der Nutzung von Time Machine. In diesem Fall sollte man den Mac über die Notfallpartition starten. Man startet dazu den Mac neu und hält die Tastenkombination "cmd-R" so lange gedrückt, bis auf dem Bildschirm das Apple-Logo erscheint. Anschließend erhält man Zugriff auf das Festplatten-Dienstprogramm, worüber sich ein Volume über ein Time Machine-Backup wiederherstellen lässt.

Die ersten Schritte

Schließt man zum ersten Mal eine externe Festplatte an, fragt OS X ganz von allein nach, ob man diese für die Time Machine nutzen möchten. Wenn man die Option bestätigt, beginnt kurz darauf die erste Datensicherung. Selbstverständlich kann man die Time Machine auch manuell unter "Systemeinstellung" (oder unter "Programme") öffnen und das präferierte Backup-Volume auswählen (es wird eine Liste aller verfügbaren Laufwerke angezeigt).

Die gewählten Einstellungen werden übrigens gespeichert, auch wenn die Time Machine-Funktion deaktiviert ist. Neben dem Ziel-Laufwerk kann auch die Funktion "Backups verschlüsseln" ausgewählt werden, um das Backup vor dem Zugriff durch unbefugte Dritte zu schützen. Die Aktivierung dieses Features ist absolut zu empfehlen, denn eine eventuell vorhandene Verschlüsselung des Start-Volumes wird nicht übernommen.

Das Backup aller Daten des Start-Volumes ist jedoch nicht immer notwendig - und manchmal sogar unerwünscht. Unter dem Menüpunkt "Optionen" innerhalb der Time Machine-Einstellungen sind daher auch die Objekte aufgeführt, die nicht gesichert werden sollen. Diese Liste lässt sich per Drag-and-drop leicht um Laufwerke, Ordner und Dateien ergänzen. Ein abschließender Klick auf "Sichern" und schon wird die aktualisierte Auswahl übernommen.

Verwendung von zwei Volumes für zusätzliche Sicherheit

Gut zu wissen

Geeignet ist beispielsweise eine externe USB-Platte, die vor dem Einsatz mithilfe des Festplattendienstprogramms gelöscht oder gegebenenfalls in einzelne Partitionen unterteilt werden kann.

Mit dem System-Update auf die Version Maverick wurde der Time Machine ein zusätzliches Feature hinzugefügt, das es erlaubt, Backups abwechselnd auf zwei unterschiedlichen Volumes durchzuführen. Falls eine Time Machine-Platte unerwartet ausfällt, kann man ganz einfach auf die zweite Sicherung zurückgreifen. Die entsprechenden Einstellungen werden unter dem Menüpunkt "Volume auswählen" vorgenommen.

Man markiert das zweite Laufwerk (beim ersten Einrichten wurde ja bereits das erste ausgewählt) und beantwortet die Frage, ob das ausgewählte Volume durch das neue ersetzt werden soll mit "Beide verwenden". So schnell, so einfach. Informationen zum Backup, wie zum Beispiel der noch zur Verfügung stehende Speicherplatz, der Fortschritt der Datensicherung oder die Zeitpunkte zu denen Backups durchgeführt wurden, werden angezeigt, sobald man die Time Machine-Funktion das nächste Mal nutzt.

Die Wiederherstellungspunkte

Screenshot Time Machine Oberfläche

Verschiedene Wiederherstellungspunkte sorgen dafür, dass Dateien nicht verloren gehen.  

Quelle: (Eigener Screenshot) Apple 

Screenshot Time Machine Oberfläche

Verschiedene Wiederherstellungspunkte sorgen dafür, dass Dateien nicht verloren gehen.  

Quelle: (Eigener Screenshot) Apple 

Innerhalb des Time Machine-Fensters ist eine Zeitleiste zu sehen. Diese Leiste kann dazu genutzt werden, um zu einem beliebigen Backup zurückzuspringen und bereits gelöschte Objekte wiederherzustellen. Außerdem kann man die Backups mit den Pfeiltasten "durchblättern", um zum gewünschten Sicherungsstand zurückzukehren. Via Suchfunktionen lassen sich Verzeichnisse und Dateien gezielt wiederfinden. Sind die gewünschten Daten entdeckt, genügt ein Klick auf "Wiederherstellen", um die jeweiligen Objekte in die Gegenwart zurückzuholen.

Ihr möchtet die Backups eines anderen Laufwerks durchsuchen? Auch kein Problem! Einfach das Docksymbol "Andere Time Machine-Volumes durchsuchen" anwählen und das betreffende Volumen anklicken, um es zu öffnen. Hinweis: Das Öffnen eines anderen Volumes führt nicht dazu, dass dieses automatisch für die eigenen Backups aktiviert wird.

Wer in die eher unschöne Situation kommt, das komplette System neu aufsetzen zu müssen, wird sich sicherlich über eine bootfähige Kopie des Start-Volumes freuen. Zur Herstellung eines solchen Klons wählt man in der linken Spalte des Festplattendienstprogramms das Zielvolume aus und führt im "Bearbeiten"-Menü den Befehl "Wiederherstellen" aus. Anschließend ist im Roll-Out-Menü der Punkt "Wiederherstellen von" zu finden - hier muss das Startvolume als Quelle bestätigt werden.

AirPort Time Capsule

Bei der Time Capsule von Apple handelt es sich um ein Device, das bis zu 3TB Speicherplatz für Backups anbietet. Dabei leistet die Zeitkapsel jedoch weit mehr als eine herkömmliche externe Festplatte, denn sie kann sich per WLAN (802.11ac) mit Mac-Geräten verbinden, arbeitet kompatibel mit der Time Machine OS X Software zusammen und ist schnell integriert. Darüber hinaus eignet sich die Time Capsule auch für automatische Backup-Pläne. Drahtlos und ohne das Zutun des Users werden alle Daten - auch von mehreren Macs - synchronisiert.

Fazit: Wie üblich punkten die Apple-Produkte hinsichtlich Usability und Design. Der Funktionsumfang eignet sich für alle - vom Einsteiger bis zum Profi. Welche Erfahrungen habt ihr mit Time Machine gemacht?

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