Textprogramme auf dem Prüfstand

Praktische Hilfsmittel für Vielschreiber, Journalisten & Co. (Teil 1/4)

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von Sven Schäfer (@kreativfrei)-

Für Vielschreiber, Journalisten und kreative Texter gehört das geschriebene Wort zur alltäglichen Arbeit. Doch sind Grammatik, Interpunktion und Satzbau bei weitem nicht alles, was einen Schreiberling ausmacht - darüber hinaus ist auch das passende Handwerkszeug gefragt. Wir stellen im folgenden Artikel die aktuell besten Textprogramme vor und nehmen diese zudem genauer unter die Lupe.

Im Vorfeld gilt es jedoch herauszufinden, zu welchen Zwecken man das Textprogramm eigentlich benötigt. Möchte man ausführliche Blogartikel verfassen, E-Books schreiben, Interviews zu Papier bringen oder geht man gar einer professionellen journalistischen Arbeit nach? Welches Textprogramm ist das richtige, welchen Ansprüchen muss es gerecht werden und wie viel darf die Software eigentlich kosten? Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob man hauptsächlich am Desktop-PC arbeitet, oder eher zu den mobilen Schreiberlingen gehört, die häufig unterwegs und daher auf Textprogramme angewiesen sind, die problemlos auf dem Smartphone oder dem Tablet funktionieren.

Ist MS Word tatsächlich das eierlegende Wollmilch-Textprogramm?

Für den einen oder anderen mag das Thema auf den ersten Blick vielleicht obsolet erscheinen - schließlich gibt es doch das gute alte Word aus dem Hause Microsoft. Verkehrt ist diese Denkweise grundsätzlich nicht, doch leider bietet der Textprogramm-Klassiker bei weitem nicht allen Schreibern die passende Grundlage - und hat darüber hinaus im Verbund mit dem Office-Paket einen vergleichsweise stolzen Preis. Damit Ihr schnell und unkompliziert genau die Software findet, die zu Euren persönlichen Anforderungen passt, wurde der folgende Text in verschiedene Bereiche gegliedert, sodass jeder Texter auf den ersten Blick das für ihn geeignete Schreibprogramm finden kann.

Doch bevor es losgeht, gibt es noch zwei Dinge, die wir vorab ansprechen möchten. Zum einen ist uns Eure Meinung wichtig. Wie hilfreich fandet Ihr diesen Artikel - und habt Ihr die für Euch perfekte Software gefunden? Oder gibt es noch offene Fragen, die Euch unter den Nägeln brennen? Nutzt einfach die Kommentarfunktion unterhalb des Textes und sagt uns Eure Meinung. Zum anderen können wir hier natürlich nicht alle Programme ausführlich beschreiben und sämtliche Funktionen erklären - das würde definitiv den Rahmen sprengen. Aus diesem Grund wird das Team von Netz.de nach und nach umfassende Testberichte zu den genannten Textprogrammen verfassen, in denen wir die Software und deren Funktionsumfang detailliert beschreiben.

Der Einstieg: Notizen, kurze Texte und kleine Schreibprojekte

Wenn es sich um kurze Notizen handelt, beispielsweise Stichpunkte zu einem Telefonat, eine kleine Einkaufsliste oder dem Festhalten von kreativen Gedankenspielen, reicht in den meisten Fällen der altbekannte Texteditor von Windows. Das "Notepad" ist in Sachen Funktionsvielfalt allerdings sehr stark eingeschränkt. Wer seine Notizen hingegen lieber etwas ansprechender gestaltet - und diese außerdem von unterwegs aus nutzen möchte - dem sei der webbasierte Notizdienst "Evernote" ans Herz gelegt. Der praktische Text-Editor funktioniert mit nahezu jedem Browser und fast allen gängigen Betriebssystemen.

Das Logo von Evernote.

Der webbasierte Notizdienst "Evernote" punktet vor allem mit seiner einfachen Handhabung.  

Quelle: (Screenshot)  Evernote Corporation 

Das Logo von Evernote.

Der webbasierte Notizdienst "Evernote" punktet vor allem mit seiner einfachen Handhabung.  

Quelle: (Screenshot)  Evernote Corporation 

"Evernote" eignet sich nicht nur zum Festhalten von Notizen, sondern auch zum Sammeln von verschiedensten Dokumenten und Fotos. Das Text-Tool kann in der Basisvariante kostenlos genutzt werden, allerdings gibt es bei diesem sogenannten Freemium-Modell einige Einschränkungen, wie beispielsweise das monatliche Upload-Limit von 60 Megabyte. Falls man "Evernote" häufiger und intensiver nutzt, lohnt sich ein Upgrade auf die Premium-Variante für rund 20 € pro Jahr. Als kleinen Bonus bietet "Evernote" mit der Software "Skitch" ein nützliches Tool an, mit dem Fotos und sonstige Bilder im Handumdrehen bearbeitet und mit Anmerkungen versehen werden können. Einziges Manko: "Skitch" ist mittlerweile leider nur noch für den Mac, das iPhone und das iPad verfügbar.

Ein weiteres empfehlenswertes Programm für alle, die es gerne simpel mögen: "ShortEdit". Das schlanke Tool wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas altbacken, erfüllt seinen Zweck als virtueller Notizzettel allerdings sehr gut. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, dass man bereits zu Beginn die maximale Zeichenanzahl festlegen kann. Falls der Text zu lang wird, warnt die kostenlose Software den Nutzer frühzeitig. So behält man stets den Überblick über die bislang geleistete Arbeit.

Hier geht es direkt zum zweiten Teil des Artikels "Praktische Hilfsmittel für Vielschreiber, Journalisten & Co. - Die besten Textprogramme im Netz".

Die wichtigsten Infos auf einen Blick:
- Viele Text- & Schreibprogramme ähneln sich zwar, eignen sich jedoch nicht immer auch für sämtliche Anforderungen.
- Der klassische Windows-Texteditor "Notepad" eignet sich nur für stichpunktartige Notizen.
- Evernote: webbasierter Notizdienst für kurze Texte und kleine Schreibprojekte.
- Mit ShortEdit behält man stets die Übersicht in Sachen Textlänge und Zeichenanzahl.

Alle Teile des Artikels in der praktischen Übersicht:

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