Anime-Fan programmiert Ransomware aus Langeweile

200 Millionen Punkte für deine Daten: Rensenware will, dass du ein Spiel spielst

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Aus Langeweile hat ein koreanischer Entwickler mit 'Rensenware' einen Erpressertrojaner erschaffen, der Daten erst dann wieder freigibt, wenn das Opfer einen sehr hohen Punktestand in dem Anime-Shooter 'TH12 - Undefined Fantastic Object' erreicht. In der Zwischenzeit ist er sogar selbst Opfer seiner eigenen Schöpfung geworden.

Was Studenten bisweilen nicht alles tun, wenn ihnen langweilig ist. Lange schlafen, zocken, zu viel fernsehen - das sind nur einige der gängigen Klischees. Andere programmieren offenbar Malware: Ein koreanischer Student und Anime-Fan hatte vergangene Woche einen Erpressertrojaner namens 'Rensenware' auf Github veröffentlicht, der sämtliche Daten des Opfers in Geiselhaft nimmt, bis dieses 200 Millionen Punkte in dem Anime-Game 'TH12 - Undefined Fantastic Object' auf dem mehr als kniffligen Schwierigkeitsgrad 'Lunatic' erreicht.

Ist der Rechner infiziert, erscheint auf dem Bildschirm eine entsprechende Nachricht mit einem Anime-Mädchen, das dem Nutzer die Hiobsbotschaft überbringt. Gegenüber 'Kotaku' versicherte der Entwickler, dass es sich bei der voll funktionstüchtigen Ransomware eigentlich um einen Scherz handelte. Er sei einfach "gelangweilt" gewesen, ließ er das Online-Magazin wissen. Kurze Zeit nach der Veröffentlichung aber habe er feststellen müssen, dass sich die Malware bereits verbreitet und diverse Systeme befallen hatte.

Entwickler veröffentlicht Software zum Knacken des Schädlings

Allerdings gibt es mittlerweile kaum einen Grund mehr, dem Studenten deswegen böse zu sein. Denn sobald er von der Verbreitung - er wurde sogar selbst Opfer seines eigenen Schadcodes - Wind bekommen hatte, machte er sich daran, eine Software zur Neutralisierung von Rensenware zu schreiben. Diese stellte er, wie Rensenware zuvor, auf der Seite Github zur Verfügung: Der 'Forcer' entfernt die Malware von infizierten Rechnern, der 'Protector' verhindert, dass es überhaupt dazu kommt.

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