E-Mail an Family-Plan-Nutzer

Alle unter einem Dach? Spotify prüft per GPS, ob ihr zusammen wohnt

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Spotify verschickt derzeit Bestätigungsanfragen an einige Kunden des 'Family Plan'-Angebots und fordert diese darin auf, dem Streaming-Anbieter den Standort per GPS mitzuteilen. Weigert sich der Nutzer, drohe die Schließung des Zugangs.

Spotify Premium für bis zu sechs Personen für 14,99 Euro im Monat. Keine Frage, das ist ein anständiges Angebot. Die Sache hat allerdings einen Haken: Um für so wenig Geld Musik ohne Werbung streamen zu können, müssen alle sechs Teilnehmer nicht nur verwandt sein, sie müssen auch alle unter einem Dach wohnen. Das steht schon in den Nutzungsbedingungen für den 'Premium Family' (auch: 'Family Plan') genannten Service. Patchwork-Familien und solche mit Kindern, die nicht mehr zu Hause wohnen, haben da also das nachsehen.

Alle Kontoinhaber müssen dieselbe Adresse haben, um den Family Plan Angebot nutzen zu können.

Spotify

Spotify fordert ja immer mal wieder zur Eingabe der Anschrift auf, um Schummlern zumindest ein schlechtes Gewissen zu machen. Doch in Zukunft wird es wohl nicht mehr so einfach sein, sich das Familienpaket zum Sparpreis zu ermogeln: Wie das Online-Magazin 'Deskmodder' berichtet, überprüft der Streaminganbieter derzeit verstärkt den tatsächlichen Aufenthaltsort per GPS.

Spotify: GPS-Anfrage ohne Konsequenzen ingorieren

In einer entsprechenden Mail werden die offenbar stichprobenartig ausgewählten Nutzer aufgefordert, dem Dienst eine Standortfreigabe zwecks Überprüfung zu erteilen. Weigert sich dieser, drohe die Schließung des Zugangs zum Plan - so jedenfalls steht es in der Benachrichtigung.

Wie genau das alles vonstattengeht, ist allerdings noch nicht ganz klar. Was geschieht, wenn ein Nutzer den Standort teilt, obwohl er gerade nicht zu Hause ist? Also zum Beispiel auf der Arbeit, im Urlaub oder an der Schlange im Supermarkt? Oder: Wird der Standort nur einmal abgefragt oder mehrfach? Immerhin: Dem Spiegel gegenüber hat Spotify bestätigt, dass die ungewöhnliche Vorgehensweise lediglich ein Test sei. Ignoriere man die aufdringliche Mail, habe dies (noch?) "keine Konsequenzen."

Quelle: Deskmodder, Spiegel Online

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