digitale Themen, leicht verständlich.

VPN ohne viel Schnickschnack

Aloha Browser: Anonym surfen unter iOS und Android

Geschätzte Lesezeit: ca. 4 Minuten

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Aloha Browser verspricht, eure Daten beim Surfen zuverlässig unter Verschluss zu halten. Das VPN-Tool gibt es derzeit kostenlos im App Store und bei Google Play und bringt dabei die nötigsten Funktionen mit, um sich flink und flexibel im Netz zu bewegen.

Anonymität im Netz ist nicht erst seit gestern ein Dauerbrenner-Thema, das auch Mobile-Nutzern immer wichtiger wird. Schließlich gibt es mittlerweile sogar in der EU gewisse Orte, an denen man besser anonym ins Netz geht. In der Folge steigen VPN-Browser, sei es für Desktop oder Smartphone, stetig in der Gunst der User. Aloha Browser ist so eine Software für iPhones, iPads und Android-Geräte, die wir uns für euch einmal näher angeschaut haben. Nach Angaben der Entwickler werden während der Nutzung des Browsers keinerlei persönliche Daten gesammelt oder weitergegeben.

Nach dem Start des Browsers ist die VPN-Verbindung zunächst noch deaktiviert. Diese schaltet ihr ein, indem ihr auf das Schildsymbol links neben der Adressleiste tippt.

(Screenshot) 

Gewöhnungsbedürftig: Sämtliche Schaltflächen, wie das 'Hamburger-Menü' oder der Favoriten-Button sind beim Aloha Browser am unteren Bildrand.

(Screenshot) 

In den Einstellungen des Aloha Browser versteckt sich auch ein Werbeblocker. Schiebt den Regler nach rechts und die meisten Anzeigen verschwinden von den von euch besuchten Webseiten. Schade: Eine Whitelist-Funktion bietet der Browser nicht.

(Screenshot) 

Nach dem Start des Browsers ist die VPN-Verbindung zunächst noch deaktiviert. Diese schaltet ihr ein, indem ihr auf das Schildsymbol links neben der Adressleiste tippt.

(Screenshot) 

Gewöhnungsbedürftig: Sämtliche Schaltflächen, wie das 'Hamburger-Menü' oder der Favoriten-Button sind beim Aloha Browser am unteren Bildrand.

(Screenshot) 

In den Einstellungen des Aloha Browser versteckt sich auch ein Werbeblocker. Schiebt den Regler nach rechts und die meisten Anzeigen verschwinden von den von euch besuchten Webseiten. Schade: Eine Whitelist-Funktion bietet der Browser nicht.

(Screenshot) 

Schnelle Installation, schnelles Surfen mit dem Aloha Browser

Installation und Start des Browsers sind denkbar unkompliziert, nach wenigen Augenblicken sind wir mit Aloha Browser im Netz unterwegs. Geschwindigkeitseinbußen, die sich bei VPN-Tools häufig aufgrund der Umleitung des Datenstroms über entfernte Server nicht vermeiden lassen, haben wir nicht festgestellt. An dieser Stelle hätten wir uns aber auch mehr Transparenz gewünscht: Denn als User sehen wir nicht, an welchem Ort sich der VPN-Server befindet und können den Standort auch nicht ändern. Andere Tools, wie beispielsweise Opera VPN, bieten hier detailliertere Möglichkeiten.

Reduziert auf das Nötigste

Die bereits implementierten Funktionen bringen keine spektakulären Überraschungen mit sich, sondern sind mit Features wie Lesezeichen und Tabs solide aufgestellt - hier wurde offenbar viel Wert auf Pragmatismus gelegt.

"Wir sind eine Gruppe von Enthusiasten, deren Hauptanliegen der derzeitige Mangel an Internet-Privatsphäre ist."

Aloha Browser

Schön ist, dass sich in den Einstellungen außerdem ein bereits integrierter Adblocker befindet, der sich mit einem Wisch aktivieren lässt. Denkt nur bitte daran: Viele Webseiten, darunter auch Netz.de, finanzieren sich durch seriöse Werbeanzeigen. Es wäre also ein feiner Zug von euch, den Regler zumindest auf euren Lieblingsseiten nach links zu schieben. Sämtliche Schaltflächen findet ihr übrigens - und das ist zwar gewöhnungsbedürftig aber sicher nicht umständlich - am unteren Bildrand.

Fazit: Aloha Browser ist ein VPN-Tool ohne viel Firlefanz. Die Seiten bauen sich zügig auf und die wichtigsten Features bringt der Browser mit. Wer einfach nur mit mehr Privatsphäre surfen und seine Daten, beispielsweise auf Reisen, gut abgesichert wissen will, dem sei die kostenlose App ans Herz gelegt.

+++ (Update 26.06.2018) +++

Privatsphäre und Datenschutz sind gerade für diejenigen Nutzer entscheidend, die sich bewusst für VPN-Tools wie den Aloha-Browser entscheiden. Wir haben deshalb nochmal bei Andrew Frost, CEO für Aloha Mobile, nagehakt, wie es beim Aloha Browser um diese Themen bestellt ist. Nachfolgend die Erläuterung von Andrew Frost in deutscher Übersetzung. Besten Dank an dieser Stelle an glomeg132 für den Hinweis.

Wir speichern nichts. Ganz recht, nicht einmal IP-Adressen. Allerdings kennt unser Server diese, um die Verbindung aufrechtzuerhalten. Sobald du die Verbindung unterbrichst, wird sie allerdings wieder vollständig gelöscht.

Wie dir vielleicht aufgefallen ist, fragen wir Nutzerdaten nicht ab, wenn du dich für den VPN-Dienst anmeldest. Unsere Server haben keinerlei Logs. Aber: Das Internet ist eine Infrastruktur. Entsprechend können wir nicht garantieren, dass Nutzer nicht irgendwo auf dem Weg zu unserem Datencenter geloggt werden, zum Beispiel von ihrem Netzanbieter oder Routern, die uns nicht gehören. Vom technischen Standpunkt aus betrachtet, müssen sie Kenntnis über die IP-Adresse des Nutzers haben, um Daten vom VPN-Server zurück zum Nutzer zu schicken.

Auf dem Weg von unserem Datencenter zurück zum User stellen wir sicher, dass unsere Privatsphäre-Richtlinien stets eingehalten werden. Als eine Privatsphäre-orientierte Firma glauben wir, dass Nutzer wissen sollten, dass sie nie zu 100 Prozent unsichtbar sind und online Fußspuren hinterlassen könnten, selbst wenn sie mit privatsphäre-orientierten Browsern wie Aloha mit VPN unterwegs sind. Wir tun aber unser Bestes, dieser Zahl so nah wie möglich zu kommen.

+++ (Update 26.06.2018) +++

Hier erfährst du mehr über: DatenschutziOS und Browser

Sag uns deine Meinung!
3 Kommentare
Sebastian

Hallo Rein Art, bislang gibt es den Browser lediglich für die Betriebssysteme Android und iOS.

Rein Art

Gibt es den Browser auch für Win 7 + Co ?

Peter Pumm

Was für ein dünner Artikel!