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Alexa und Co. virtuell platzieren

Amazon AR View zeigt euch, wie Produkte in eurer Wohnung aussehen

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

Online-Shopping trifft auf Augmented Reality (AR): Mit dem neuen 'Amazon AR View' wisst ihr schon vor dem Kauf, ob das schicke Sofa auch in eure Wohnung passt oder wie sich Alexa auf eurem Schreibtisch macht.

Auf den Produktfotos mag das Sofa toll aussehen, aber passt es auch ins eigene Wohnzimmer? Gerade beim Online-Shopping kann man sich manchmal schwierig vorstellen, wie die gewünschten Artikel "in echt" aussehen. Hier schafft das neue 'Amazon AR View' Abhilfe: Dank Augmented Reality lassen sich ausgewählte Produkte per Smartphone nicht nur genau von allen Seiten betrachten, sie können sogar virtuell in den eigenen vier Wänden platziert werden. In der Praxis fehlt dem neuen Feature, das ab jetzt in Deutschland verfügbar ist, allerdings noch der letzte Feinschliff.

Technisch überzeugend ...

Die virtuelle Wohnungseinrichtung funktioniert denkbar einfach: In der Amazon-App beim gewünschten Produkt auf den Hinweis "In der eigenen Wohnung betrachten" klicken und schon öffnet sich Amazon AR View. Die Funktion benötigt ein paar Momente, um via Smartphone-Kamera die Räumlichkeiten zu erfassen. Sobald Amazon AR View startklar ist, zeigt ein blauer Kreis auf dem Display an, wo ihr das Sofa, den Schreibtischstuhl oder die Kommode platzieren könnt. Anschließend wird mit den Fingern feinjustiert: Ein Finger bewegt das Objekt, mit zwei Fingern lässt es sich drehen.

Amazon AR View: Produkte in Augmented Reality ansehen und platzieren

Alle Artikel, die mit diesem Hinweis versehen sind, lassen sich via Amazon AR View betrachten und platzieren.  

Quelle: (Screenshot) 

Amazon AR View: Produkte in Augmented Reality ansehen und platzieren

Alle Artikel, die mit diesem Hinweis versehen sind, lassen sich via Amazon AR View betrachten und platzieren.  

Quelle: (Screenshot) 

Schon nach wenigen Momenten geht das flüssig von der Hand und neue Möbel werden experimentell von A nach B geschoben. Die Versuche lassen sich auf Wunsch via Foto oder Video festhalten und teilen. Sehr gut funktioniert hat die maßstabsgetreue Einbindung der Gegenstände: Ein vor dem Schreibtisch platzierter Bürostuhl wurde sofort korrekt dargestellt - er war weder zu groß noch zu klein.

Wie für Augmented Reality üblich kostet das Ganze allerdings einiges an Rechenpower, es kann zu Rucklern kommen. Amazon AR View läuft daher nur auf etwas leistungsstärkeren Smartphones: Apple-User benötigen ein iPhone 6S oder neuer und iOS 11.0 aufwärts, während Android-Nutzer mindestens Version 7.0 sowie Androids AR-Erweiterung 'ARCore' installiert haben müssen (eine komplette Liste unterstützter Android-Geräte findet ihr hier).

... mit Abstrichen in der B-Note

Schade ist, dass sich AR-geeignete Artikel momentan nur umständlich entdecken lassen. Eine entsprechende Produktliste, auf die Amazon in der Vorstellung des Features hindeutet, war in unserem Test noch nicht abrufbar. Und weil geeignete Artikel in der herkömmlichen Suche nicht gesondert markiert sind, kann beim Herumprobieren Frust aufkommen. Vermutlich weist Amazon deshalb selbst auf Produkte hin, mit denen ihr in AR experimentieren könnt - etwa Echo Show, ein Bürostuhl oder eine Vase.

Bessert Amazon bei der Nutzerfreundlichkeit und Verfügbarkeit des neuen Features nach, ist Augmented Reality auf jeden Fall eine Bereicherung für das Online-Shopping. Das virtuelle Geräte-, Deko- und Möbelrücken kann eine viel bessere Vorstellung vermitteln als ein bloßes Foto. Selbst wenn ihr gerade nicht in Shoppinglaune seid, lohnt sich ein Testlauf also alle mal.

Quelle: Amazon

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