Alternative zu VR-Brillen

Android-App VRidge ermöglicht Oculus Rift-Games auf dem Smartphone

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von Vera Kußmann -

Die kostenlose App VRidge macht es möglich: Virtual Reality-Games mit dem Google Cardboard auf dem Smartphone spielen. Während Facebook mit seiner Oculus Rift-Brille noch auf die verkabelte Variante mit einem High End-PC setzt, können Android-Handy-User jetzt mit VRidge relativ kostengünstig in die virtuelle Realität eintauchen. Wir zeigen Euch, was ihr dafür benötigt und wie es funktioniert.

Virtual Reality kostengünstig ausprobieren

Zum Start der neuen Oculus Rift-Brille Ende März 2016 hat Facebook hoch gepokert und zeitgleich eine große Menge an Spielen herausgebracht. Doch um diese überhaupt spielen zu können, müssen Virtual Reality-Fans schon vor Spielbeginn einiges für das neue Erlebnis berappen: ca. 1.000 Euro für einen anspruchsvollen PC und 699 Euro für die VR-Brille. Die ziemlich kostspielige Variante schreckt jedoch viele User ab, die noch niemals vorher mit der VR-Welt in Berührung gekommen sind und diese erstmal ausprobieren möchten.

Um auch die letzten Zweifler zu überzeugen und unerfahrene VR-Gamer zu begeistern, gibt es jetzt eine kostengünstige Alternative: Mit dem Google Cardboard – einer preisgünstigen Papp-Brille, die bald auf den Markt kommt - und der kostenlosen Android-App VRidge für das Smartphone steht dem kabellosen Einstieg in die virtuelle Realität nichts mehr im Weg. Mit der neuen App lassen sich auch Oculus Rift und SteamVR optimierte Games spielen.

Kabelloser Spielespaß mit Google Cardboard

Damit das Ganze funktioniert, benötigt man neben der VRidge-App für das Android-Smartphone immer noch einen höherklassigen Windows-PC (Systemvoraussetzungen siehe unten), für den beim VRidge-Entwickler RiftCat ein Windows-Client zum kostenlosen Download bereitsteht. Doch die hohen Kosten für die VR-Brille entfallen. Denn eine Papp-Brille, schon vor dem Start des Google Cardboards von verschiedenen Herstellern erhältlich, hat beispielsweise Amazon schon ab ca. 7 Euro im Online-Angebot. Jetzt fehlt nur noch die App für das Smartphone - die gibt es im Google Play Store. Damit diese auf dem Handy läuft, gilt als Mindestanforderung die Version Android 5.0 Lollipop. Gestestet wurden schon das Samsung Galaxy S6, das OnePlus One und das Sony Xperia Z1 Compact.

Nach der Installation der verschiedenen Komponenten muss jetzt nur noch das Smartphone mit dem PC gekoppelt werden und schon können Spiele via WLAN - beide Geräte müssen sich im selben WLAN-Netzwerk befinden - von der Festplatte oder aus dem RiftCat-Store auf das Smartphone gestreamt werden. Das Entwicklerteam von RiftCat weist allerdings darauf hin, dass möglicherweise nicht alle Spiele von der eigenen Festplatte mit VRidge kompatibel sind. Das Gleiche gilt für SteamVR-Games, für die RiftCat einen Treiber zur Verfügung stellt.

Die Systemvoraussetzungen für den Windows-PC:

  • Windows 8.1 (AMD) oder Windows 10 (Nvidia)
  • einen Intel Core i5 2500 Prozesseor oder schneller
  • 4 GB (besser 8 GB) Arbeitsspeicher
  • eine Nvidia GeForce GTX 970 mit NVENC-Unterstützung oder eine AMD Radeon 7750 mit VCE-1.0+-Unterstützung
  • 2,4 GHz WLAN-Router

Das Video zeigt eine Anleitung von RiftCat, wie ein Spiel aktiviert und auf dem Smartphone dargestellt wird. Die Maße des PC-Displays stimmen durch das doppelte Bild für beide Augen, um den räumlichen Effekt zu erzeugen, relativ gut überein. Weiterer wesentlicher Vorteil: Das Ganze ist nicht mehr kabelgebunden und der Nutzer muss sich nicht mehr zwangsweise direkt vor dem PC aufhalten. Das Smartphone kann also ohne weiteres als Ersatz für die Oculus Rift-Brille verwendet werden.

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