Mehr Sicherheit

Android O soll Ransomware das Leben schwer machen

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von Michael Springer -

Android O – Version 8.0 von Googles Smartphone-Betriebssystem – soll besseren Schutz gegen Ransomware bieten. Zu diesem Zweck haben die Entwickler anfällige Systembefehle deaktiviert und eine Art Not-Stopp integriert.

Zwar sind Desktop-Systeme häufiger von Ransomware befallen als Smartphones, böswillige Erpresser-Programme machen aber auch vor mobilen Geräten nicht halt. Google hat in Android O (8.0) daher verschiedene Sicherheitsvorkehrungen getroffen, die Angreifern das Leben in Zukunft schwerer machen sollen. In der Developer Preview sind diese Änderungen bereits integriert.

Funktion gegen Ransomware in Android O

Mit Android O kann das Schließen von blockierenden Systemeinblendungen erzwungen werden.  

Quelle: (Screenshot)  Android O via Symantec 

Funktion gegen Ransomware in Android O

Mit Android O kann das Schließen von blockierenden Systemeinblendungen erzwungen werden.  

Quelle: (Screenshot)  Android O via Symantec 

Zum einen stehen einige Programmbefehle, die den Bildschirm mit Systemmeldungen überlagerten, nicht länger zur Verfügung. Diese Codezeilen wurden von Ransomware genutzt, um den Zugriff auf den Homescreen, die Apps oder die Systemeinstellungen unmöglich zu machen. So blieben betroffene User bis zur Zahlung des Lösegelds effektiv aus dem eigenen Smartphone ausgesperrt. Weil andere Sicherheitsmaßnahmen nicht griffen, werden diese Programmbefehle ab Android O gar nicht erst ausgeführt.

Zum anderen bietet Android O die Möglichkeit, das Schließen einer Systemeinblendung, die den Bildschirm dauerhaft blockiert, zu erzwingen. Im Benachrichtigungsfeld – das sich bei Android-Smartphones vom oberen Bildschirmrand herunterziehen lässt – findet sich für solche Fälle nun eine Art Not-Stopp-Funktion.

Ältere Android-Versionen besonders gefährdet

In Kombination dürften diese beiden Schritte den Schutz gegenüber Ransomware deutlich erhöhen. Allerdings wird nur ein Teil der Android-User von den Neuerungen profitieren können, denn viele ältere Geräte sind mit aktuellen Versionen des Smartphone-Betriebssystems nicht kompatibel. Leider wissen das die Angreifer auch – betagte Android-Systeme (5.0 und abwärts) sind daher besonders beliebte Ziele.

Um euch vorab zu schützen, solltet ihr einige einfache Grundregeln stets beachten: Achtet darauf, euer Android-System sowie eure Apps immer aktuell zu halten, also Updates zu installieren. Überprüft genau, welche Berechtigungen eine App bei der Installation erhält und verwendet externe APKs nur aus sicheren Quellen. Fertigt außerdem regelmäßig Backups von euren wichtigsten Daten an – so könnt ihr euer Smartphone im schlimmsten Fall ohne große Verluste in den Werkzustand zurücksetzen.

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