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Der Kuchen ist eine Lüge - oder doch nicht?

Android P: Entwickler-Version zeigt die neuen Funktionen

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Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Ab sofort dürfen sich App Entwickler offiziell mit einer ersten Version des mobilen Betriebssystems 'Android P' beschäftigen. Notwendigerweise verraten die Android-Entwickler in Ihrer Ankündigung für die App-Hersteller viele Details, die auch für uns Anwender interessant sind. Besonders eine davon dürfte jedoch auf nicht allzu viel Gegenliebe stoßen.

Etwas überraschend und früher als von Insidern angenommen hat Google gestern Abend die Entwickler-Version vom kommenden 'Android P', der neunten Version des mobilen Betriebssystems, veröffentlicht. Diese ist zwar in erster Linie für App-Entwickler interessant, weil sie sich so schon mal mit der neuen Plattform warm machen können. Doch auch Nutzer erhalten mit der Veröffentlichung der Vorabversion interessante Einblicke in neue Funktionen, die sie bald auf Android-Geräten erwarten.

Kontroverse Notch wohl bald auf vielen Android-Smartphones

Android P wird eine Display-Einkerbung unterstützen.

Eine der Neuerungen dürfte dabei besonders kontrovers aufgenommen werden: Wie im Vorfeld bereits gemutmaßt, wird Googles Betriebssystem offiziell eine Display-Einkerbung unterstützen, um Vollbild-Inhalte korrekt um die diversen Sensoren am oberen Display-Rand herumlaufen lassen zu können. Apple hatte kürzlich besonders bei der Konkurrenz für reichlich Spott gesorgt, als der Konzern das mit einer solchen, aus ästhetischen Gesichtspunkten gewöhnungsbedürftigen 'Notch' ausgestattete iPhone X vorstellte.

Dass Google den Smartphone-Herstellern jetzt in vorauseilendem Gehorsam den Weg für die unschöne Kerbe freimacht, werden viele mit Argwohn zur Kenntnis nehmen - und auch wir bei Netz.de hätten uns an dieser Stelle mehr Rückgrat von den Android-Entwicklern gewünscht.

So könnte ein Smartphone-Bildschirm in Zukunft unter Android aussehen. Links seht ihr die Einkerbung für Sensoren, um die das Bild mit Android P herumlaufen kann.

Quelle:  Android Developers Blog 

So könnte ein Smartphone-Bildschirm in Zukunft unter Android aussehen. Links seht ihr die Einkerbung für Sensoren, um die das Bild mit Android P herumlaufen kann.  

Quelle:  Android Developers Blog 

Mehr Sicherheit und Energieeffizienz für Android P

Zu Erfreulicherem: In Sachen Sicherheit und Datenschutz wird Android P wohl erneut zulegen. So hat sich die Vermutung bestätigt, dass Hintergrund-Apps nicht mehr auf Kamera oder Mikrofon werden zugreifen können. Auch soll das mit Android 6 eingeführte 'Doze', eine Art Schlummermodus für inaktive Apps, noch weiter verfeinert werden, damit die Akkuladung länger hält.

Daneben werden besonders Messenger-App-Entwickler allerhand neue Möglichkeiten bekommen: Das Verschicken automatisch generierter Antworten in der Benachrichtigungsleiste soll dann direkt über Android P möglich sein - und nicht erst über eine separate App wie Googles 'Reply'. Sogar der Versand von Bildern oder Stickern soll sich dann direkt per Leiste abwickeln lassen, ohne dass die App erst geöffnet werden muss.

Android P: Release voraussichtlich schon im August

In der Zwischenzeit hat Google auch verraten, wann das neue Betriebssystem offiziell freigegeben wird: Nach insgesamt fünf Preview-Phasen, in denen die Entwickler Google ihr Feedback geben können, soll Android P im dritten Quartal ausgeliefert werden. Der Zeitlinie auf Android Developers nach zu urteilen, sieht alles nach einem Release im August aus.

Quelle: android-developers.googleblog.com

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