Für mehr Sicherheit

App vertreibt mulmiges Gefühl: "Wayguard" begleitet Frauen nach Hause

Foto von Sandra Eichhorn

von Sandra Eichhorn (@sandra_rockt)-

Das ungute Gefühl, wenn man nachts alleine durch eine dunkle Gasse oder einen Park laufen muss, kennt wahrscheinlich jeder. Die Smartphone-App Wayguard soll den Heimweg sicherer machen und eine smarte Alternative zu Pfefferspray und Co. darstellen.

Sicher durch die Dunkelheit

Vor allem Frauen fühlen sich meist unwohl, wenn sie nachts allein nach Hause gehen müssen. Die Unsicherheit ist nach den Vorfällen in der Silvester-Nacht noch gewachsen, derzeit legen sich immer mehr Menschen Pfefferspray oder Gaspistolen zu. Eine Entwicklung, die bei der Polizei Sorgenfalten verursacht – schließlich lässt sich oft nicht so leicht abschätzen, wann der Einsatz gerechtfertigt ist und wann nicht.

Aus diesem Grund hat sich das Versicherungsunternehmen AXA mit der Polizei Köln zusammengetan und gemeinsam eine Smartphone-App entwickelt, die dieser Entwicklung entgegenwirken soll. "Wayguard" läuft als Begleiter auf dem Heimweg im Hintergrund mit. Gleichzeitig wird der genaue Standort in Echtzeit verschlüsselt und an eine Leitstelle übermittelt, die im Notfall Hilfe organisieren kann. "In Gesprächen mit der Polizei Köln haben wir erfahren, dass es vielen Menschen in Notsituationen schwer fällt zu schildern, wo sie sich genau befinden. Mit den GPS-Daten, die wir bei dem Notruf mit übermitteln, wollen wir eine schnellere Koordination der Hilfe unterstützen", erläutert Michael Bongartz, Leiter Kundenmanagement bei der AXA Konzern AG.

Zusätzlich haben Nutzer die Möglichkeit, während des Heimwegs mit Freunden zu telefonieren oder zu chatten. Auch diesem Kontakt wird immer der genaue Standort mitgeteilt. Sobald der Nutzer zuhause angekommen ist, werden die Begleiter benachrichtigt. Darüber hinaus enthält die App einige Tipps speziell für Frauen – zum Beispiel wie sich verhalten sollten, wenn jemand zu aufdringlich wird. Derzeit wird die App von rund 1.500 Personen aus Köln getestet, darunter viele Studentinnen der Uni Köln. Verläuft die Testphase gut, wird "Wayguard" bald für alle zugänglich.

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