Zugriff auf Bankdaten

Geld weg statt Produkte testen - Vorsicht vor infizierter App

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Einen schlechten Start ins neue Jahr erlebte eine 26-jährige Bielefelderin, die sich über einen Link auf Facebook eine App herunterlud, bei der es angeblich um das Testen von Produkten gehen sollte. Stattdessen installierte sich einen Trojaner, der durch das Abgreifen von Bankdaten zu finanziellem Schaden führte.

Nie Apps aus unbekannten Quellen laden! Dieser Sicherheitstipp taucht in Bezug auf den mobilen Internetzugang via Smartphone besonders häufig auf, und das zu Recht. Anfang Januar führte eine Facebook-Werbung eine junge Bielefelderin auf eine Downloadseite, auf der eine Produkttester-App angeboten wurde.

Erbeutete Daten umgehend genutzt

Nach der App-Installation geschah zunächst nichts verdächtiges, jedoch hatte die heruntergeladene Datei einen Trojaner mit an Bord. Dieser wurde am 5. Januar aktiv, als sie die ebenfalls installierte Sparkassen-App öffnete. Dabei zapfte der Trojaner die Anmeldedaten für das Online-Banking ab. Die Hacker machten umgehend Profit aus dem Datenklau: Zwei Tage später - zu nächtlicher Stunde - transferierten sie durch zwei Überweisungen mehrere Hundert Euro vom Konto der Bielefelderin auf das Konto eines britischen Zahlungs-Services.

Obwohl ihr die erbeutete Summe direkt am nächsten Tag auffiel und sie daraufhin ihr Konto sperrte, geht die ermittelnde Polizeibehörde davon aus, dass das Geld nicht rückholbar ist. Die Sparkasse selbst, sowie weitere Banken, warnen ihre Kunden vor dieser perfiden Form des Phishings.

Hinweise, wie ihr beim mobilen Bankgeschäft sicherer unterwegs seid, findet ihr außerdem in diesem Artikel.

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