Strecken und Flächen ausmessen

Auf den Meter genau: Google Earth Measure klappt einwandfrei

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Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Google Earth, der (unserer Ansicht nach zu Unrecht) ungeliebte große Bruder von Google Maps, bekommt zwar selten, aber durchaus regelmäßig mal ein Update mit einer neuen Funktion spendiert. Mit Measure ist es jetzt wieder so weit - und das digitale Maßband macht nicht nur Spaß, es ist auch nützlich.

Bei den meisten gehört Google Earth sicherlich zu dieser speziellen Art von Web-Spielerei, die trotz beeindruckenden Umfangs eher sporadisch aufgerufen wird. Maps, ebenfalls aus dem Hause Google, bietet nun einmal den eindeutig größeren praktischen Nutzen. Hat man sich allerdings erstmal dazu entschlossen, ein wenig am digitalen Globus zu drehen, vergehen die Minuten wie im Flug: "Auf den Seychellen war ich noch nie - mal sehen, wie es dort aussieht. Und wo genau liegt nochmal Tadschikistan?" Gerade wenn Google mit einer neuen Funktion für die Software um die Ecke kommt, bleibt man gerne mal virtuell zu Besuch in fernen Ländern. Heute ist wieder einer dieser seltenen Tage - mit 'Measure' haben wir jede Menge Zeit vertrödelt.

Google Earth Measure: Nur Spielerei?

US-Bundesstaaten wie Colorado sind schön rechteckig - damit lässt sich Measure prima auf die Probe stellen.  

Quelle: (Screenshot)  Google 

US-Bundesstaaten wie Colorado sind schön rechteckig - damit lässt sich Measure prima auf die Probe stellen.  

Quelle: (Screenshot)  Google 

Das liegt zum einen daran, dass es im Gegensatz zu anderen Mess-Tools von Google tatsächlich gut funktioniert: Unter der Webanwendung im Chrome Browser findet ihr das neue Tool 'Measure' ab sofort in der Werkzeugleiste am linken Rand. Klickt ihr darauf, könnt ihr im Anschluss mittels Mausbewegung und Linksklick beliebige Linien auf der Weltkugel ziehen. Führt ihr beliebig viele Punkte zusammen, lässt sich auch die Fläche in Quadratmetern ausgeben. So weit, so simpel. Auffällig dabei: Measure ist ziemlich akkurat. Wer es ausprobieren möchte, nimmt sich einen beliebigen US-Bundesstaat (die sind so schön rechteckig), misst und schlägt dann bei Wikipedia die tatsächliche Fläche nach. Oder nimmt sich einfach ein Fußballfeld vor - so wie wir es bei Werder Bremen im Aufmacherbild getan haben.

Vordergründig ist das alles natürlich nur eine Spielerei, und als solche funktioniert sie auch wunderbar. Measure hat aber auch seine nützlichen Seiten: Es ist schließlich nicht jeder kleine Badesee bei Wikipedia kartographiert, da ist es durchaus interessant, mal die geschwommene Strecke vom letzten Sonntag abzustecken. Oder mal nachzusehen, wie lang der Weg zur Arbeit wirklich ist, wenn man noch einen Abstecher zum Kiosk macht. Das geht auch mit einem Fitness-Tracker, logisch, aber auf einem virtuellen Globus macht das einfach mehr Spaß. Wenn ihr eure Jogging-Route durch das Waldstück nebenan neu vermessen wollt, geht das über Google Earth zudem tatsächlich komfortabler von der Hand, als beispielsweise mit Google Maps.

Laut Google war das neue Tool eines der von Nutzern am meisten gewünschten Features, insofern ist es begrüßenswert, dass es endlich implementiert wurde. Vorerst können allerdings nur Nutzer des Browsers Chrome auf das neue Werkzeug zugreifen. Das Update für die Android-App soll aber noch diese Woche nachgereicht werden, iOS-User werden mit einem "bald" vertröstet.

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