Arbeitsprofile

BYOD: Android P kommt mit praktischen Büro-Features

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Google will Android fitter für den Arbeitsplatz machen: Mit dem Update auf 'Android P' soll es weitaus einfacher und sicherer werden, das Privatgerät auch für geschäftliche Angelegenheiten zu verwenden. Unter anderem können Apps dann einfach in die Kategorien 'Arbeit' und 'Persönlich' eingeteilt werden - und es wird sogar einen Feierabend-Knopf geben.

Die neunte Version von Googles Betriebssystem für Smartphones Android steht in den Startlöchern - und naturgemäß dringen gerade in jüngster Zeit vermehrt Details über 'Android P' an die Oberfläche. In einem neuen Eintrag in Googles offiziellem Blog 'The Keyword' sind jetzt weitere Einzelheiten aufgetaucht, die insbesondere das Benutzen des eigenen Geräts am Arbeitsplatz vereinfachen dürften.

Android P BYOD

Im App-Drawer lassen sich künftig offenbar recht unkompliziert Apps für die Arbeit und den Privatgebrauch bestimmen. Privat-Apps sind für den Gebrauch im Büro dann gesperrt und umgekehrt.  

Quelle:  The Keyword 

Android P BYOD

Im App-Drawer lassen sich künftig offenbar recht unkompliziert Apps für die Arbeit und den Privatgebrauch bestimmen. Privat-Apps sind für den Gebrauch im Büro dann gesperrt und umgekehrt.  

Quelle:  The Keyword 

Sinnvoll ist so etwas speziell dann, wenn smarte Geräte nicht etwa vom Arbeitgeber bereitgestellt werden, sondern jeder sein eigenes Gadget nutzen "darf". BYOD ('Bring Your Own Device') nennt sich dieses Vorgehen, das idealerweise eine strenge Trennung zwischen Arbeit und Privatem beinhaltet. Zu diesem Zweck werden, jedenfalls sofern man es richtig machen will, Arbeitsprofile eingerichtet - doch das ist bislang einigermaßen kompliziert.

Denn dafür muss auf jedem Gerät ein sogenannter 'Device Policy Controller' installiert werden. Und in der Regel muss auch die IT-Abteilung einen ziemlichen Aufwand betreiben, damit alles reibungslos und geordnet über die Bühne geht. Android selbst sieht bis dato keine einheitliche Vorgehensweise vor und meist sind mehrere Drittanbieter involviert, wenn Firmen BYOD einführen möchten.

Umso besser, dass es in Zukunft eine universelle Lösung direkt über das Betriebssystem und damit einhergehend eine recht intuitive Menüführung im App-Launcher geben wird (wie im Bild rechts zu sehen). Dort kann dann einfach zwischen privaten Apps und solchen, die ihr nur für die Arbeit nutzt, unterschieden werden. Sobald ihr den Feierabend einläutet, könnt ihr den 'Arbeitsmodus' zudem mit einem Wisch beenden. So gibt es dann zum Beispiel keine Benachrichtigungen mehr vom Firmenchat und euer Smartphone meldet sich nicht mehr, sobald ihr eine geschäftliche E-Mail bekommt. Für App-Entwickler soll es außerdem möglich gemacht werden, Arbeits- und Privat-Accounts in Apps anzulegen, die ihr in beiden Situationen nutzt.

Android P könnte BYOD viel einfacher machen

Bislang aber sieht es vermutlich in den meisten Arbeitsumgebungen noch so aus: Der Aufwand, ein vernünftiges BYOD-Konzept einzuführen, wird gar nicht erst betrieben, für die Navigation zum Kunden wird das eigene Google Maps genutzt, auf der privaten Dropbox landen Dateien aus dem Büro. Das ist zwar schön bequem, belastet aber das eigene Datenvolumen und Firmendaten sind nur selten ausreichend geschützt.

Insofern sind die betriebssystemseitigen Arbeitsprofile eine durchaus sinnvolle Ergänzung zu den ohnehin schon umfangreichen Neuerungen in Android P. So wie es aussieht, wird das BYOD-Konzept zwar auch mit Android P noch zentral eingerichtet werden müssen, die Bedienbarkeit scheint sich aber deutlich zu verbessern. Wer das neue Android jetzt schon ausprobieren möchte, kann sich im Entwicklerforum in Sachen Beta-Teilnahme schlau machen.

Quelle:: The Keyword

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