Wand Labs von Microsoft geschluckt

Chat-Bots & Messaging: Mini-Start-up soll Microsoft auf die Sprünge helfen

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Kaum gegründet, schon aufgekauft: Das Start-up Wand Labs wurde jüngst von Microsoft übernommen. Die kleine Firma aus dem Silicon Valley soll dem Konzern aus Redmond mit ihrem Know-how in Sachen Chatbots und Messaging kräftig unter die Arme greifen.

Übernahme schon vor dem ersten Release

Ein winziges Team hat offenbar die Aufmerksamkeit der ganz Großen geweckt: Mit Wand Labs hat Microsoft ein Unternehmen übernommen, das mit nur sieben Mitarbeitern zu den kleinsten Start-ups im Silicon Valley gehört. Das Team hatte sich unter anderem auf die Fahnen geschrieben, den Service größerer Unternehmen in gängige Chats zu integrieren. Lange gefackelt hat der Konzern aus Redmond dabei nicht - Wand Labs hatte bisher zwar entsprechende Apps für iOS und Android in Planung, kann jedoch noch keinen einzigen Release vorweisen.

"The truth is, vast amounts of chatbots out there are not very good."

Vishal Sharma, Gründer Wand Labs

Die ehemaligen Wand-Labs-Mitarbeiter sollen laut Informationen des Business-Magazins Fast Company den Branchenriesen in seinem Vorhaben unterstützen, zukünftig verstärkt in den Bereichen Chat-Bots und Messaging Fuß zu fassen. Microsoft trägt damit dem branchenweiten Trend Rechnung, dass immer mehr Kommunikation über Bots und Assistenten abgewickelt wird.

Gründer Vishal Sharma hat viel vor

Vishal Sharma, Gründer und CEO des Start-ups, erklärte gegenüber dem Business-Magazin, dass die Übernahme derart zügig vonstatten ging, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht geklärt sei, welcher Mitarbeiter welche Aufgabe übernehmen soll. Er könne lediglich vermuten, dass seine Kollegen in Microsoft-Büros umziehen werden.

Sharma, der vor der Gründung seines Unternehmens unter anderem maßgeblich an der Entwicklung von Google Now beteiligt war, lässt am derzeitigen Entwicklungsstand kaum ein gutes Haar. Der frischgebackene Microsoft-Mitarbeiter sieht offenbar viel Arbeit auf sich zukommen, wie er gegenüber Fast Company zu Protokoll gibt: "Die Wahrheit ist: Ein großer Teil der derzeit verfügbaren Chatbots ist noch nicht sonderlich gut." Im Laufe des nächsten Jahres, so Sharma weiter, erwarte er entsprechend einen enormen Lernprozess und damit einhergehend einen rapiden Entwicklungsprozess.

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