Neue Version des beliebten Browsers

Chrome 55: Bis zu 35 % weniger RAM-Bedarf, HTML5 statt Flash

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

Google Chrome steht in der Version 55 zum Download bereit. Besonders User mit eher schwachen Systemen sollten von dem Update profitieren, denn der Browser benötigt nun bis zu 35 % weniger Arbeitsspeicher. Außerdem setzt Chrome jetzt standardmäßig auf HTML5, Flash-Inhalte müssen einzeln genehmigt werden.

Chrome hat sich in den letzten Jahren zu dem weltweit beliebtesten Browser entwickelt. Vielen Anwendern gilt die Google Software als besonders schnell und funktional – obwohl Konkurrenten wie Firefox oder Microsoft in den meisten Bereichen deutlich aufgeholt haben.

Chrome 55 braucht weniger Arbeitsspeicher

Chrome 55 benötigt weniger Arbeitsspeicher  

Quelle: (Screenshot)  Chrome V8 Blog 

Chrome 55 braucht weniger Arbeitsspeicher

Chrome 55 benötigt weniger Arbeitsspeicher  

Quelle: (Screenshot)  Chrome V8 Blog 

Googles Browser erweist sich allerdings bei anspruchsvollen Sessions mit vielen gleichzeitig geöffneten Tabs als ziemlich speicherhungrig. Auf älteren Systemen, die mit verhältnismäßig wenig Arbeitsspeicher ausgestattet sind, konnte es deshalb zu Leistungseinbrüchen kommen. Google hat in dieser Hinsicht nachgebessert und den Speicherbedarf in der Version 55 optimiert: Bei internen Testläufen konnte der Konzern die Anforderungen an den RAM um bis zu 35 Prozent reduzieren. Diese Ergebnisse wurden in einer unabhängigen Untersuchung größtenteils bestätigt.

Das Ende des Flash-Players rückt näher

Schlecht sieht es hingegen für den Flash Player von Adobe aus. Die Software ist mittlerweile schon notorisch für diverse Sicherheitsprobleme bekannt – viele Experten raten davon ab, Flash überhaupt zu benutzen. Die Entwickler von Chrome haben offenbar eine ähnliche Auffassung: Schon in den vorangegangenen Versionen wurden verschiedene flash-basierte Dienste gezielt blockiert oder umgestaltet.

Konsequenterweise setzt Chrome deshalb ab sofort standardmäßig auf HTML5. Flash-Inhalte werden nur noch auf expliziten Wunsch des Users geladen. Vorübergehend ausgenommen von dieser Regelung sind Webangebote, die nur mit Flash funktionieren, sowie einige der bekanntesten Seiten überhaupt, darunter YouTube, Facebook, Amazon und Twitch. Diese Schonfrist ist allerdings auf ein Jahr begrenzt. Google hat darüber hinaus verschiedene Sicherheitslücken gestopft und Bugs gefixt. Chrome 55 wartet also nicht mit beeindruckenden Features auf, bessert aber in Sachen Performance und Browsersicherheit nach.

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