Druck auf Seitenbetreiber wächst

Chrome 68 brandmarkt Webseiten ohne HTTPS zukünftig als unsicher

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Googles Chrome-Browser setzt ein deutliches Zeichen gegen unverschlüsselte Datenübertragung und kennzeichnet Webseiten in seiner neuen Version zukünftig deutlich als "nicht sicher". Der Druck auf Webseitenbetreiber steigt, Nutzern ein sicheres Weberlebnis zu bieten.

Die Umstellung auf HTTPS als allgemeiner Verschlüsselungsstandard zwischen Nutzer und Anbieter wird von den Tech-Unternehmen immer weiter vorangetrieben. Aus gutem Grund, denn: Wer auf Webseiten surft, die immer noch auf das "einfache" HTTP (Hypertext Transfer Protokol) setzen, riskiert das Auslesen und den Verlust sensibler Daten. Nicht umsonst setzen Online-Händler, -Bezahldienste oder Banken längst standardmäßig auf das verschlüsselte Internetprotokoll.

Nun scheint der Druck auf Webseitenbetreiber weiter zu steigen, denn Googles Chrome-Browser wird ab Version 68 - die für Juli 2018 angekündigt ist - damit beginnen, Webseiten offensiv als "nicht sicher" zu brandmarken. Zukünftig wird Google in seiner als 'Omnibox' bezeichneten Adressleiste mit einem Schriftzug viel deutlicher vor Webseiten warnen, die durch fehlende HTTPS-Unterstützung keine sichere Datenübermittlung gewährleisten können. Das hilft nicht nur den Nutzern, die auf die Gefahren hingewiesen werden, sondern stellt gleichzeitig auch die Betreiber an den Pranger.

Die Omnibox in Chrome 68 wird zukünftig deutlich darauf hinweisen, wen

Die Omnibox in Chrome 68 wird zukünftig deutlich darauf hinweisen, wenn Webseiten kein HTTPS verwenden. Gut für Nutzer, schlecht für die Seitenbetreiber, die nicht auf das verschlüsselte Internetprotokoll setzen.

Quelle:  blog.chromium.org 

Die Omnibox in Chrome 68 wird zukünftig deutlich darauf hinweisen, wen

Die Omnibox in Chrome 68 wird zukünftig deutlich darauf hinweisen, wenn Webseiten kein HTTPS verwenden. Gut für Nutzer, schlecht für die Seitenbetreiber, die nicht auf das verschlüsselte Internetprotokoll setzen.  

Quelle:  blog.chromium.org 

Chrome zieht die Daumenschrauben enger

Es ist die logische Konsequenz einer langjährig geführten Kampagne von Browser-Herstellern und Suchmaschinen, verschlüsselte Datenübertragung flächendeckend einzuführen. Für Seitenbetreiber ist es der angekündigte letzte Wink mit dem Zaunpfahl, im Interesse der Nutzer zu handeln und auf HTTPS umzustellen.

Die Zahlen aus dem letzten Jahr belegen, dass Google mit seiner Daumenschraubentaktik dazu beiträgt, das Web für Nutzer sicherer zu machen.

  • über 68 Prpzent des Chrome-Traffics über Android und Windows sind geschützt
  • auf Chrome OS und Mac sind es sogar über 78 Prozent
  • insgesamt nutzen 81 von 100 der bekanntesten Webseiten bereits standardmäßig HTTPS

Quelle: blog.chromium.org

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