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Alle Kunstwerke hochauflösend in der Hosentasche

Der schärfste Ohrring im Netz: Google Arts & Culture mit AR-Tour über Vermeer

Geschätzte Lesezeit: ca. 3 Minuten

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

So nah wart ihr dem 'Mädchen mit dem Perlenohrring' noch nie: In einer neuen AR-Tour in Googles 'Arts & Culture' App könnt ihr sämtliche Werke des niederländischen Meisters 'Vermeer' hautnah betrachten - und das in wohl nie dagewesener Detailfülle. Nicht nur Kunstkenner schauen definitiv mal rein in die inzwischen mehr als umfangreiche App.

Die Niederländer haben ja durchaus so einige berühmte Künstler hervorgebracht. Van Gogh ist sicher der bekannteste, dann wäre da noch Rembrandt ... und natürlich Jan Vermeer, der, genau wie sein Zeitgenosse aus Amsterdam, die europäische Kunstgeschichte maßgebend prägte. Besonders sein Umgang mit Licht und Schatten gilt bis heute als revolutionär. Umso bedauerlicher, dass seine gerade einmal 36 Gemälde, darunter das berühmte 'Mädchen mit dem Perlenohrring', über die ganze Welt verstreut sind.

Hereinspaziert: Google Arts & Culture projiziert über eure Smartphone-Kamera eine Minigalerie auf euren Schreibtisch. Einfach antippen und ihr seid drin.

Quelle: (Screenshot) 

Hereinspaziert: Google Arts & Culture projiziert über eure Smartphone-Kamera eine Minigalerie auf euren Schreibtisch. Einfach antippen und ihr seid drin.  

Quelle: (Screenshot) 

Alle Werke auf einmal bestaunen? Leider unmöglich. Ab sofort gibt es aber eine Möglichkeit, die fast genauso gut ist: Die 'Google Arts & Culture App', eine aus unserer Sicht ziemlich unterschätzte Anwendung, die euch unter anderem wie Lara Croft durch uralte Gemäuer pirschen lässt, hat nämlich jetzt eine recht beeindruckende neue AR-Funktion bekommen. Alles, was ihr dafür braucht, ist eine ebene Fläche, euer Smartphone und die App (für Android oder iOS). Tippt darin einfach auf die Schaltfläche mit dem oben abgebildeten Gemälde und betätigt dann etwas weiter unten 'Jetzt starten', um mit einer virtuellen Tour zu beginnen.

Noch ist sie weit weg: Natürlich hängt auch das berühmte Mädchen mit dem Perlenohrring in der virtuellen Ausstellung.

Quelle: (Screenshot) 

Noch ist sie weit weg: Natürlich hängt auch das berühmte Mädchen mit dem Perlenohrring in der virtuellen Ausstellung.  

Quelle: (Screenshot) 

In der Galerie angekommen könnt ihr euch praktisch frei zu jedem der 36 Bilder bewegen, etwas schneller geht's aber, wenn ihr doppelt auf eines der Ausstellungsstücke tippt. Sei es die 'Briefleserin', der 'Geograph' oder eben das erwähnte Mädchen mit dem Perlenohrring (eigentlich: Perlengehänge): Sämtliche Ausstellungsstücke weisen einen verblüffend hohen Detailreichtum auf. Möglich hat das Googles hochauflösende 'Art Camera' gemacht, die für die AR-Tour einmal um die Welt geschickt wurde, um jedes Bild abzuscannen.

Gestochen scharf: Die Auflösung, mit der die Roboterkamera 'Art Camera' die Werke aufgenommen hat, ist beeindruckend. Auch hier seht ihr das Mädchen mit dem Perlenohrring.

Quelle: (Screnshot) 

Gestochen scharf: Die Auflösung, mit der die Roboterkamera 'Art Camera' die Werke aufgenommen hat, ist beeindruckend. Auch hier seht ihr das Mädchen mit dem Perlenohrring.  

Quelle: (Screnshot) 

Insgesamt betrachten könnt ihr in der virtuellen Tour 36 Werke des Holländers, neun davon mit der "bislang höchsten Auflösung", wie Google in einem Unternehmensblog schreibt. Wer wirklich jeden einzelnen Pinselstrich der "Mona Lisa des Nordens" beäugen will, schaut zudem unbedingt in das ebenfalls neue Feature 'Zoom in' rein oder sieht sich einfach anderweitig in der App um, denn die hat inzwischen einen beachtlichen Umfang. Monets Seerosen zum Beispiel sind immer wieder einen Blick wert.

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