Kompatibler und schneller

Digikam 5.0: Neue Features für die populäre Fotoverwaltungs-Software

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Digikam, das umfangreiche Bild-Archivierungs- sowie Bearbeitungs-Tool für Linux-Anwender, hat ein Update erhalten. Dabei haben sich die Entwickler vor allem zwei große Themenfelder vorgenommen: Portierung auf Qt5 sowie eine verbesserte Kompatibilität zu anderen Desktops.

Es bleibt dabei: Digikam ist eine KDE-Anwendung. Allerdings wurde die Abhängigkeit zu KDE-Bibliotheken reduziert und diverse Codezeilen umgeschrieben, damit der populäre Bildverwalter zukünftig auch auf Windows-Rechnern und Macs besser läuft. Zu diesem Zweck entfernten die Entwickler KDE4-Code und schrieben ganze Abschnitte neu. Laut Aussage des Entwicklungs-Teams wurden auf diese Weise bis zu 80 % der Abhängigkeiten zu KDE-Bibliotheken entfernt.

Benutzeroberfläche von Digikam unter Mac OSX

Die Benutzeroberfläche von Digikam unter Mac OSX.  

Quelle: (Caulier Gilles)  Flickr.com Lizenz: CC BY

Benutzeroberfläche von Digikam unter Mac OSX

Die Benutzeroberfläche von Digikam unter Mac OSX.  

Quelle: (Caulier Gilles)  Flickr.com Lizenz: CC BY

Beliebt ist die Software, deren letztes großes Versions-Update schon fast zwei Jahre zurückliegt, unter anderem deswegen, weil das Übertragen von Fotos von der Digitalkamera auf den Linux-Rechner besonders bequem funktioniert – zahlreiche Modelle werden diesbezüglich von Digikam unterstützt. Darüber hinaus lässt der Bildverwalter durch die stetig anhaltende Weiterentwicklung kaum Funktionen vermissen, sodass sich Digikam neben seinen Eigenschaften als "Kameraspeziallist" auch hinsichtlich seiner Bildeditierungsqualitäten sehen lassen kann.

Besserer Zugriff auf Datenbanken

Die Datenbank-Zugriffe erfolgen zukünftig über eine selbst entwickelte Multi-Core-Lösung, anstatt durch KIO-Schnittstellen, wodurch die Performance gesteigert werden soll. Eine Überarbeitung des MySQL/MariaDB-Interface rundet das Digikam-Update in puncto Datenbanken ab.

Ein weiteres Feature ist der "virtuelle Mülleimer". Dabei handelt es sich um eine verborgene Ordnerstruktur, in der gelöschte Bilder abgelegt werden können. Der Mülleimer ist direkt über die KDE-Desktop-Anwendung zu finden und damit leichter zu nutzen als der Papierkorb in der Vorgängerversion.

Außerdem seien viele Plug-ins unter die Lupe genommen und verändert worden, um die Anwendung von Werkzeugen auf verschiedenen Plattformen zu stabilisieren.

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