Konkurrenz für Skype und Teamspeak

Discord: Nutzerzahlen der Voicechat-Plattform steigen

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

Der Voicechat-Service Discord richtet sich gezielt an Gamer und möchte etablierten Programmen wie Teamspeak und Skype den Rang ablaufen. Nach Angaben der Entwickler haben sich bereits mehr als 25 Mio. Nutzer registriert – die Plattform startete Anfang letzten Jahres.

Besonders bei Multiplayer-Spielen ist gute Kommunikation unentbehrlich: Informationsaustausch und Team-Koordinierung entscheiden über Sieg oder Niederlage. Weil das Schreiben im Chat aber zu lange dauert, greifen viele Gamer zum Mikrofon. Dabei nutzen sie Voicechat-Programme wie Skype, TeamSpeak – und immer häufiger auch Discord.

"It’s time to ditch Skype and TeamSpeak"

Im März 2015 ist Discord erstmals online gegangen. Wohin die Reise gehen soll, daran lassen die Entwickler keinen Zweifel aufkommen: "It’s time to ditch Skype and TeamSpeak", so das selbstbewusste Statement der Plattform. Das scheinen viele User ähnlich zu sehen, denn Discord verkündete kürzlich, es habe die Grenze von 25 Mio. registrierten Nutzern geknackt.

Screenshot von Discord

Discord punktet mit vielen Features und hoher Benutzerfreundlichkeit.  

Quelle: (Screenshot)  Discord 

Screenshot von Discord

Discord punktet mit vielen Features und hoher Benutzerfreundlichkeit.  

Quelle: (Screenshot)  Discord 

Der Erfolg von Discord ist wenig überraschend, denn das Programm macht viele Dinge richtig. Einen eigenen Voice-Server zu eröffnen und Freunde einzuladen, ist eine Sache von wenigen Augenblicken. Vorkenntnisse oder einen separaten Server wie bei TeamSpeak braucht es dazu nicht. Discord arbeitet außerdem ziemlich effizient, während vor allem Skype als ressourcenhungrig gilt. So wird das eigene System durch den Voicechat nicht unnötig ausgebremst.

Vielleicht der größte Vorteil: Das alles ist kostenlos und soll kostenlos bleiben. Sogar ohne Anmeldung, denn viele Funktionen lassen sich auch von Gästen nutzen. Discord punktet außerdem mit Flexibilität: Den Dienst gibt es als Programm für Windows und Mac, als App für Android und iOS und auch als Webangebot. Noch finanziert sich Discord über Investoren – in Zukunft möchte die Plattform durch Mikrotransaktion für kosmetische Goodies (wie Themes und Sticker-Packs) Geld einnehmen.

Die Zugänglichkeit hat auch eine Kehrseite: Discord lässt sich zwar einfach und unkompliziert bedienen, fortgeschrittene Nutzer vermissen aber tiefergehende Konfigurationsmöglichkeiten wie sie etwa TeamSpeak bietet.

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