In Frühjahr und Herbst besonders relevant

Echtzeit-Warnungen: Wildwechsel-Radar Wuidi hilft Unfälle zu vermeiden

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Die Blätter wechseln ihre Farbe, die Temperatur sinkt und es regnet wieder häufiger - der Herbst ist da. Ein typisches Phänomen für diese Jahreszeit ist leider auch eine zunehmende Anzahl an Wildunfällen. Das bayerische Entwicklungsteam hinter 'Wuidi' möchte dieses Problem lösen.

Wuidi Screenshot

Aktuell kann die kostenlose Wildwechsel-App zwar nur in Bayern genutzt werden, eine bundesweite Expansion ist jedoch geplant.  

Quelle: (Screenshot) Wuidi 

Wuidi Screenshot

Aktuell kann die kostenlose Wildwechsel-App zwar nur in Bayern genutzt werden, eine bundesweite Expansion ist jedoch geplant.  

Quelle: (Screenshot) Wuidi 

Vor allem in ländlichen Räumen und bei Überlandfahrten durch Waldgebiete passiert es nicht selten, dass Wildschweine, Rehe oder andere Waldbewohner die Straße überqueren und dabei unfreiwillig auf oder unter der Haube eines Autofahrers enden. Insgesamt sterben so circa 220.000 Tiere im Jahr.

'Wuidi' soll helfen: Die App, die zurzeit nur für Android-Geräte zur Verfügung steht (iOS soll folgen), bietet ein kostenloses Wildwechsel-Radar sowie einen Wildunfall-Service an. Im Idealfall justieren User das Telefon in einer entsprechenden Kfz-Halterung, wie bei der Verwendung des Smartphones als Navigationsgerät.

Was tun, wenn es doch zum Unfall kommt?

Per Standorterkennung weiß Wuidi, ob sich der Fahrer in einem Gebiet mit erhöhtem Wildwechsel-Risiko befindet und warnt per optischem und akustischem Signal. Zu diesem Zweck kann die App auch via Bluetooth oder über den AUX-Eingang mit der Audioanlage des Autos verbunden werden - damit ist eine aktive Bedienung des Programms nicht erforderlich.

Passiert es aber doch einmal, dass ein Tier vor das Auto gelaufen ist, ist man zunächst geschockt: Was soll ich machen? Wohin mit dem Tier? Auch daran haben die Entwickler gedacht und zeigen über Wuidi die Kontaktdaten des zuständigen Jägers und der nächsten Polizeistation an.

Es verwundert nicht, dass die nützliche Applikation im Bundesland Bayern das Licht der Welt erblickt hat, denn schließlich bestehen ungefähr 37 Prozent der Landfläche aus Waldgebieten. Bisher funktioniert die App leider auch nur bayernweit, es ist jedoch eine bundesweite Verbreitung geplant.

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