Analog zeichnen, digital ablegen

Everlast Notebook: Wie smarte Notizblöcke die Zettelwirtschaft revolutionieren

Foto von Dennie Beneke

von Dennie Beneke (@debeneke)-

Schreiben, zeichnen, abfotografieren, hochladen und wieder von vorn - mit dem 'Everlast Notebook' und der kostenlosen Rocketbook-App des gleichnamigen Herstellers sendet ihr eure handgeschriebenen Notizen direkt in die Cloud. Das smarte Notizbuch ist bereits die zweite Ausführung nach dem 'Rocketbook Wave' und erreichte sein Kickstarter-Finanzierungsziel von 26.000 US-Dollar spielend.

Was bereits mit dem Rocketbook Wave seinen Anfang nahm, setzen die Erfinder des Everlast Notebooks in gleicher Manier fort - dabei läuft die erneute Kickstarter-Kampagne zur Finanzierung des magischen Notizbuchs nicht weniger erfolgreich als die erste Finanzierungsrunde. Mit einem Finanzierungsziel von 26.000 US-Dollar an den Start gegangen, erreichte die Unterstützung durch die Community bereits 41 Tage vor dem Zieltermin einen Betrag von satten 175.518 Dollar durch rund 2.800 Unterstützer. Anscheinend konnte der Vorgänger überzeugen, denn die kaufwillige Kundschaft schenkt auch dem Everlast Notebook das Vertrauen.

Was unterscheidet die Rocketbook-Notizbücher von herkömmlichen Blöcken?

Einer der größten Unterschiede gegenüber handelsüblichen Notizblöcken liegt in der Wiederverwendbarkeit der einzelnen Seiten: Obwohl sich die Everlast-Seiten nach eigenen Angaben bezüglich des "Look and Feel" nicht wesentlich von normalen Papierseiten unterscheiden sollen, bestehen diese aus einer Art Polyester-Struktur, die es ermöglicht, das Geschriebene mit einem feuchten Tuch einfach wieder zu entfernen. Einziger Haken: Es wird ein spezieller Gelstift aus der Partner-Produktlinie benötigt, damit ihr die verhältnismäßig teuren Seiten wieder und wieder benutzen könnt.

Rocketbook App mit Vorher- Nachhervergleich

Innerhalb weniger Sekunden scannt die Rocketbook-App die smarten Seiten und sendet sie an einen verknüpften Cloud-Dienst.  

Quelle: (Screenshot / Rocketbook)  Kickstarter.com 

Rocketbook App mit Vorher- Nachhervergleich

Innerhalb weniger Sekunden scannt die Rocketbook-App die smarten Seiten und sendet sie an einen verknüpften Cloud-Dienst.  

Quelle: (Screenshot / Rocketbook)  Kickstarter.com 

Im Gegensatz zu herkömmlichen Notizbüchern kann das Everlast Notebook darüber hinaus noch jede einzelne Seite als Digitalversion in einem der unterstützten Cloud-Programme ablegen. Dafür benötigt man nur die Hilfe der kostenlosen Rocketbook-App - die sowohl für iOS als auch für Android-Geräte zur Verfügung steht - um die Seiten einzuscannen und innerhalb weniger Sekunden an die jeweiligen Services zu senden. Fans von Bleistift und Papier können zukünftig nach Herzenslust zeichnen, schreiben oder schnelle Notizen festhalten und überlassen das Zettelwirrwarr dann anschließend der Dokumentenverwaltung von Diensten wie Dropbox, Google Drive oder Evernote.

Zusätzlich zur Papierstruktur besitzt jede Seite insgesamt 7 Symbole am unteren Seitenende, die man in Verbindung mit der App und den jeweiligen Cloud-Services verknüpfen kann. Kreuzt man eines dieser Symbole an, erkennt die App den Zielort und schickt das digitale Abbild in die jeweilige Ablage.

Rocketbook Wave setzte auf Mikrowellenreinigung

Bereits der Vorgänger des Everlast Notebooks - das Rocketbook Wave - konnte mithilfe der Projektfinanzierung via Kickstarter die gesteckten Ziele vor Ablauf der Zeit erreichen und lässt sich ebenfalls wiederverwenden. Im Gegensatz zu einem feuchten Papiertuch setzt das Rocketbook jedoch auf einen eher unkonventionellen Ansatz: Um die Seiten wieder zu reinigen, genügt es, das Notizbuch in die Mikrowelle zu legen. Das hitzebeständige Material nimmt bei dieser Prozedur nach den Angaben der Hersteller keinen Schaden, während die Notizen durch die Hitze einfach verschwinden.

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