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DeepArt: Hier werden aus Selfies wahre Meisterwerke

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Zwei Millionen US-Dollar hat das Startup 'Fabby' von Investoren in die Hand gedrückt bekommen, um eine App weiterzuentwickeln, die an den Erfolg von populären Bildbearbeitungs-Applikationen anknüpfen soll. Mit Fabby können User eigene Portraitaufnahmen freistellen und in verschiedene Szenerien einbauen.

Foto-Filter sind unglaublich beliebt - kaum ein Profilbild auf Facebook, WhatsApp oder einem anderen digitalen Kanal, das nicht mit Effekten verbessert (manchmal auch verschlechtert) worden wäre. Nach den ersten Filtern, die hauptsächlich Farbegebung, Helligkeit und Schärfe beziehungsweise Unschärfe von Fotos manipulierten, gab es 2016 den großen Hype um MSQRD. Die Fun-Filter der MSQRD-App wurden so beliebt, dass Social-Media-Gigant Facebook nicht lange fackelte und die Applikation kaufte.

Selfie in der Fabby-App mit ausgetauschtem Hintergrund

Freistell-Technik gut, Hintergründe fragwürdig: Fabby-App automatisiert das Trennen von Objekt und Background. Bisher allerdings nur für iPhone-User.  

Quelle: (Screenshot)  AIMATTER OOO 

Selfie in der Fabby-App mit ausgetauschtem Hintergrund

Freistell-Technik gut, Hintergründe fragwürdig: Fabby-App automatisiert das Trennen von Objekt und Background. Bisher allerdings nur für iPhone-User.  

Quelle: (Screenshot)  AIMATTER OOO 

Vor der Akquisition durch Facebook finanzierte der 'Haxus Venture Fund' die Entwicklung des Fun-Filter-Projekts. Und genau diese Investoren sehen auch in Fabby Potenzial. So viel Potenzial, das die Entwickler in einer Finanzierungsrunde satte zwei Millionen US-Dollar für ihr Projekt einnehmen konnten.

Automatisiertes Freistellen

Objekte sauber vom Hintergrund freizustellen ist eine kniffelige Aufgabe und war bisher auf dem Smartphone qualitativ hochwertig kaum möglich. Hier kann Fabby punkten und übernimmt das Freistellen vollautomatisiert. Das ermöglicht dem User das Austauschen des Hintergrundes nach Belieben.

Vor allem dann eine praktische Option, wenn die Person auf dem Bild super getroffen ist, auf dem Hintergrund allerdings so unvorteilhafte Details zu sehen sind, die das Selfie im Grunde ruinieren. Beispielsweise eine unaufgeräumte Wohnung, trostlose Landschaften bei schlechtem Wetter oder eine geöffnete Webseite auf einem Laptop, der noch aufgeklappt auf dem Tisch stand.

Fabby bisher nur für iOS

Die Lokalisierung einer Person auf einem Foto und die anschließende, separate Bearbeitung des Hintergrunds sind dank einem neuralen Netzwerk möglich. Laut den Entwicklern selbst soll Fabby darin sogar besser sein, als das iPhone 7. Zukünftig soll der gleiche Bearbeitungsprozess auch bei Videos funktionieren. Zurzeit ist die kostenlose App allerdings nur für iOS-Nutzer verfügbar, Freunde des androiden Smartphones müssen sich noch gedulden.

Foto von Sandra Spönemann
(@die_spoent_wohl)
Coole Technik, aber...

Ja, zugegeben: Das Freistellen ist nützlich. Aber warum zur Hölle sind alle Hintergründe, die präsentiert werden, um für Fabby zu werben, so extrem kitschig? Bunte Pandas, Comic-Strand, "Super Star"-Schriftzüge... Echt jetzt?

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