Netter Zeitvertreib

FaceApp: Hype-Filter macht Männer zu Frauen und Kinder zu Greisen

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

FaceApp schneidet gerade wie das heiße Messer durch die Internetbutter: Mithilfe von künstlicher Intelligenz lässt euch die App lächeln, altern und ändert sogar euer Geschlecht. Die Ergebnisse verbreiten sich rasend im Netz – probiert es aus und ihr versteht, warum.

MSQRD oder Face Swap haben es vorgemacht: Foto-Apps sind immer für den Lacher zwischendurch gut. Nun reiht sich mit FaceApp ein neuer Vertreter in diese Kategorie ein. Die App bietet zwar keine bahnbrechend neuen Möglichkeiten, liefert dank der KI aber zum Teil sehenswerte Ergebnisse. Momentan pflügt sich das kurzweilige Vergnügen daher scheinbar unaufhaltsam durch soziale Netzwerke und Gruppenchats.

FaceApp Beispiel

FaceApp bei der Arbeit, die Emojis geben Auskunft über den benutzten Filter.

FaceApp bearbeitet Donald Trump

Auch externe Bilder von Prominenten oder Gaming-Figuren verwertet FaceApp. Das sorgt natürlich im Netz für kreative Ausbrüche.

FaceApp Beispiel

FaceApp bei der Arbeit, die Emojis geben Auskunft über den benutzten Filter.

FaceApp bearbeitet Donald Trump

Auch externe Bilder von Prominenten oder Gaming-Figuren verwertet FaceApp. Das sorgt natürlich im Netz für kreative Ausbrüche.

FaceApp: Lächeln, Altern und Geschlechtsumwandlung auf Knopfdruck

Die Auswahl der Filter ist vergleichsweise eher gering – momentan stehen nur sieben verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl – die haben es jedoch in sich. FaceApp zaubert euch ein Lächeln (selbst bei todernstem Ausgangsblick), macht euch zum Greisen oder verpasst euch ein Babyface.

Denkt dran

FaceApp lädt eure Fotos zur Bearbeitung auf einen Server hoch, die Bilder verlassen also euer Smartphone. Weitere Informationen dazu findet ihr den Datenschutzbestimmungen - wie bei Apps dieser Art üblich analysiert FaceApp zu Werbezwecken etwa das Nutzerverhalten.

Im Netz besonders beliebt ist die grafische Geschlechtsumwandlung: Aus Frauen- werden auf Knopfdruck Männergesichter und umgekehrt. Mal sieht das hübsch aus, mal einfach nur creepy – unterhaltsam ist es so oder so. Die Ergebnisse lassen sich schließlich in Collagen verpacken und direkt aus FaceApp heraus teilen. Das Ganze hat einen gewissen "Lass-mich-auch-mal"-Effekt und zwingt schon fast zum Herumexperimentieren.

Für einen kleinen Shitstorm sorgte allerdings der ursprüngliche "Hot"-Filter, der eigentlich Hautunreinheiten und Falten kaschieren sollte, gleichzeitig aber auch Hautfarben grundsätzlich aufhellte oder Nasen nach eurozentrischen Schönheitsidealen umformte. Deshalb mussten die Entwickler sich von einigen Seiten Rassismus-Vorwürfe gefallen lassen – sie haben die Funktion in der Folge umbenannt (jetzt "Spark") und entsprechend entschärft.

FaceApp steht für iOS und Android kostenlos zur Verfügung und verzichtet momentan noch auf Werbeeinblendungen. Weil der Hersteller aber schon jetzt eine Premium-Variante anbietet, die als "werbefrei" beworben wird, könnte sich das bald ändern.

Jetzt seid ihr dran: Testet FaceApp und zeigt uns in den Kommentaren eure Kreationen. Wir sind gespannt!

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