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Facebook bedient sich wieder bei Snapchat – jetzt ist das Streak-Feature dran

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von Michael Springer -

Langsam wird es zur Routine: Wenn Snapchat mit beliebten Features daherkommt, dann findet sich irgendwann später meist auch ein Abklatsch davon bei Facebook, Instagram und WhatsApp. So scheint es jetzt jedenfalls auch dem Streak-Feature zu ergehen.

Snapchat ist der heiße Laden, in dem Facebook gerne die neuesten Klamotten anprobiert, nur um dann ohne zu bezahlen zu verschwinden. Denn schon öfter hat sich Mark Zuckerbergs Social-Media-Gigant bei Snapchat bedient und Funktionen für seine Plattformen und Apps abgekupfert: Stories und Fotofilter für Facebook, Stories für Instagram, selbstzerstörende Nachrichten für den Messenger oder einen neuen Status für WhatsApp. Die Liste ist lang.

Facebook: Bald mit Streak-Feature?

Jetzt ist offenbar Snapchats Streak-Feature an der Reihe. Wer an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit einem Freund in Kontakt steht, beginnt dort eine Streak, eine Nachrichten-Serie. Ein Punktezähler in der Kontaktliste lässt dann erkennen, wie lange diese Serie schon anhält. Je länger, desto besser, so die Social-Media-Logik. Mehrere Twitter-Nutzer haben eine ähnliche Funktion nun bei Facebook entdeckt, die auch optisch an das Pendant von Snapchat erinnert. Weil sie allerdings nur bei einem Bruchteil der Nutzer angezeigt wird, handelt es sich offenbar um einen Testlauf. Facebook hat jedenfalls offiziell noch keine Stellung zum neuen Feature bezogen – ob es für alle User ausgerollt wird, ist also offen.

Das Streak-Prinzip trifft nicht überall auf Gegenliebe. Es ziele vor allem darauf ab, User häufiger zum Starten der jeweiligen App zu bewegen, ihre Aktivitätszeit zu erhöhen, so die Kritik. Eine verbesserte App-Funktionalität würde sie davon abgesehen nicht bieten. Die Argumentation ist nachvollziehbar: Wenn man sich mit seinen Freunden austauschen möchte, dann kann man das auch tun, ohne dass ein virtueller Zähler die Kommunikation quantifiziert. Zumal besonders Jugendliche das Streak-Feature oft auf den Kopf stellen: Sie schicken sich bei Snapchat etwa Leeraufnahmen hin und her, nur um den Zähler ansteigen zu lassen. Welche Aussage letztlich noch dahinter steht, mag sich jeder selbst beantworten.

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