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Finde "deine Herde" mit Yik Yak

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

An über 2000 amerikanischen Universitäten nutzen Studenten Yik Yak, um sich anonym auszutauschen. Neben der mobilen App stellen die Erfinder aus Atlanta jetzt auch eine Webanwendung zur Verfügung und planen international zu expandieren.

Was genau ist Yik Yak?

Yik Yak - "Yak“ wie die asiatische Rinderart - ist eine Art anonymes, Chat-Tool, das im Vergleich zu anderen Social-Apps jedoch Location-basiert funktioniert – es können sich also immer die Menschen miteinander auszutauschen, die zu "einer Herde“, z.B. zu den Studenten auf dem Campus der Universität Atlanta gehören.

Die Grundfunktionen von Yik Yak

Die Grundfunktionen von Yik Yak: Teilen, Antworten, Voten  

Quelle: (Screenshot)  Yik Yak 

Die Grundfunktionen von Yik Yak

Die Grundfunktionen von Yik Yak: Teilen, Antworten, Voten  

Quelle: (Screenshot)  Yik Yak 

Nachrichten und die Antworten darauf werden für alle sichtbar gepostet. "Yik Yak makes the world feel small again“, schreiben die Entwickler über die Vorteile ihrer Anwendung. Welche Themen in einer Community gerade interessant sind, entscheiden die User selbst, indem sie einen "Yak“, also einen Post, up- oder downvoten. Die Sharing-Funktion ermöglicht es, besonders lustige/interessante Yaks an Freunde weiterzuleiten.

Entwickler veröffentlichen Web-Version

In den letzten Monaten hat Yik Yak Inc. an einem Web-Client für die Social-App gearbeitet, die nun veröffentlicht wurde. Um sich einzuloggen verwenden User dieselbe Handynummer, die sie auch für die mobile Anwendung genutzt haben – alle Daten werden synchronisiert. Kann man die App in Europa nutzen?

Upvote what’s good and downvote what’s not. The community decides what’s hot

Das Unternehmen scheint große Pläne zu haben, denn es wurden internationale Botschafter in Brasilien, Mexiko, Argentinien, Spanien, Niederlanden und Deutschland gesucht, die sich im Social-Media-Bereich ihres Landes und mit der jeweiligen Universitätskultur auskennen. Mit ausgewählten Bewerbern führte Yik Yak Inc. eine 30-minütige Umfrage durch. Die Daten dienten als Basis zur Entscheidungsfindung für Expansionspläne.

Social-Media-Phänomen: Cyber-Bullying

Digitales Mobbing ist zu einem weltweiten Phänomen geworden und entfaltet sich besonders gerne da, wo die Täter ihre Anonymität wahren können. Als Yik Yak 2013 in Atlanta online ging, stieg die Nutzerzahl rasant an: 2014 "pinnten“ High School-Schüler und Studenten an über 100 Bildungseinrichtungen Yaks an digitale schwarze Bretter.

Besonders an High Schools kam es jedoch so häufig zu Cyber-Bullying, dass die Entwickler der App Konsequenzen zogen und entsprechende Schulgelände von der Nutzung der App ausschlossen ("geofence“). Nicht zuletzt durch diese sicherheitsbewusste Handlung erhielt das Unternehmen im Winter 2014 Spendengelder in Höhe von 61 Mio. US-Dollar.

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