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Firefox Container Tabs: Mit mehreren Identitäten in einem Browser surfen

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Im "Firefox Nightly"-Programm dürfen interessierte User Build-Versionen von neuen Funktionen schon vor dem offiziellen Release testen. Darunter befindet sich aktuell ein Feature namens "Container Tab", das die Anmeldung mit mehreren Identitäten gleichzeitig im Browser zulässt.

Bis zu vier Personas beziehungsweise "Container" können Tester des Nightly Releases aktuell anlegen und mit der Anmeldungsvielfalt herumexperimentieren. Mit diesem Feature ist es zukünftig möglich, sich innerhalb eines Browsers mit mehreren Profilen zu bewegen - beispielsweise, wenn man verhindern möchte, dass man mit seinem aktiven Google-Konto auf Facebook surft oder sich auf Online-Shops umsieht, um der Datensammelwut etwas Einhalt zu gebieten.

In der Praxis könnte man zukünftig jeweils einen Container für das Online-Shopping, für Bankgeschäfte, für die Arbeit und als Privatperson nutzen, um für einzelne Bereiche unabhängige Aktivitäten zu tätigen. Ziel des Features ist es offensichtlich, das der Nutzer sein Recht auf Privatsphäre intensiver in Anspruch nehmen kann und es Unternehmen so schwer wie möglich gemacht wird, User-Profile und nutzerbezogenen Content zu erstellen.

Mit der Option ein "privates Fenster" öffnen zu können, versuchte Mozilla schon zuvor, positiv zum Datenschutz beizutragen. Mit der neuen Funktion sollen nun besuchte Webseiten davon abgehalten werden, die getrackten Informationen einer Person miteinander zu verknüpfen. So sollen Online-Shops beispielsweise nicht erfahren, auf welchen URLs wir uns als Privatperson herumtreiben. Außerdem werden sich über das Feature viele Social-Media-Manager freuen, die nun gleichzeitig ihre privaten und beruflich genutzten Social-Media-Kanäle bearbeiten können.

Browserverlauf, gespeicherte Anmeldedaten und Lesezeichen teilen jedoch alle Identitäten miteinander. "Wir separieren lediglich Daten, auf welche die Webseiten zugreifen, nicht die Daten auf, die der User Zugriff hat", schreibt Mozilla diesbezüglich.

Cookies erfolgreich vom Datensammeln abhalten

Die Möglichkeiten, sich auf diese Weise in vollem Umfang vor der "Spionage" durch Werbeunternehmen zu schützen, sind begrenzt. Verschiedene Personas sorgen dafür, dass das Tracking durch Cookies aufgehalten wird. Setzen Datensammler jedoch auf das Auswerten und Verknüpfen von IP-Adressen, individuellen Einstellungen des Browsers und des Betriebssystems, kann man nach wie vor im Netz "verfolgt" werden.

Wer sich sicherer fühlen möchte, sollte sich mit Nutzung einer VPN-Verbindung auseinandersetzen. Dafür eignet sich beispielsweise der Service von Opera. Ein sicherer Schutz ist dann allerdings nur gewährleistet, wenn man ohne Konto- oder Account-Anmeldung surft.

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