Neue Firefox-Version könnte das Blatt wenden

Firefox Quantum: Heute wird der Browser doppelt so schnell [Update]

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Mozilla will's nochmal wissen: Mit dem Update auf 'Firefox Quantum' soll der Open-Source-Browser dem Konkurrenten Google Chrome in seiner Paradedisziplin den Rang ablaufen. Doch nicht nur die Performance soll deutlich verbessert werden, auch das Erscheinungsbild erhält ein komplett neues Gewand.

+++ (Update 14.11.2017) +++

Noch heute, vermutlich gegen 15 Uhr, wird das von vielen Firefox-Nutzern ungeduldig erwartete Mega-Update auf Version 57 veröffentlicht. Firefox Quantum, wie sich der Browser dann offiziell nennt, soll nicht nur doppelt so schnell Seiten laden und den Speicher entlasten, sondern sich dank neuem Design auch weitaus komfortabler bedienen lassen. Verteilt wird das Update automatisch, aber vermutlich zeitverzögert. Wer gleich zum offiziellen Start mit dem neuen Firefox lossurfen möchte, hält sich die offizielle Download-Seite von Mozilla warm oder navigiert im Hamburger-Menü des Browsers auf das "?" und wählt dann die Schaltfläche 'Über Firefox'.

+++ (Update 14.11.2017) +++

Weltweit hat Chrome seinen Status als der meist genutzte Browser längst zementiert, fast die Hälfte aller Webseiten werden über den Desktop-PC mit Googles Browser angesteuert. Gleichzeitig verliert der Mozilla Firefox, einst schärfster Konkurrent des Browsers aus Menlo Park, immer mehr an Boden. Viele begründen diese Entwicklung mit der in vielen Benchmark-Tests bislang ungeschlagenen Geschwindigkeit von Google Chrome. Mit einem für November geplanten Riesen-Update für den angeschlagenen Feuerfuchs könnte sich das Blatt aber bald wenden.

Firefox Quantum: Unerreichte Performance, weniger Speichernutzung

'Firefox Quantum' nennt sich das Resultat aus dem ebenfalls Quantum betitelten Projekt, an dem die Mozilla-Ingenieure nach eigenen Aussagen seit vielen Monaten tüfteln. Ab dem 14. November soll Firefox Quantum die alte Version des Browsers automatisch per Update ablösen und mit einer ganz neuen Engine bisher unerreichte Performance erreichen.

Immerhin: Laut Mozilla ist der Browser in Leistungstests "oft" schneller als der Widersacher aus dem Hause Google und beansprucht dabei circa 30 Prozent weniger RAM. In einem im Unternehmensblog veröffentlichten Video zeigt der Hersteller außerdem ein Vergleichsvideo, in dem Firefox Quantum Google Chrome in Sachen Seitenaufbau zumindest ebenbürtig ist:

Möglichen machen soll den neuen Geschwindigkeitsrekord unter anderem eine effizientere Nutzung mittlerweile gängiger Mehrkernprozessoren moderner Rechner und Smartphones. Außerdem sollen aktive Tabs mit Firefox Quantum konsequenter priorisiert werden. Wer selbst einen Benchmark-Versuch unternehmen möchte, kann sich Firefox Quantum bereits jetzt in der Beta-Version installieren.

Photon Design entschlackt Benutzeroberfläche

Für Firefox-Nutzer wird sich mit dem Update aber auch optisch einiges ändern. Das neue 'Photon Design' beinhaltet eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche, die unter anderem dank quadratischer Tabs minimalistischer daherkommt sowie eine neu strukturierte Bibliothek für gespeicherte Inhalte. Auch soll die Integration des vergangenes Jahr von Mozilla übernommenen Bookmarks-Dienstes 'Pocket' mit Firefox Quantum verbessert werden.

Vor Weihnachten könnte es also nochmal richtig spannend werden im Rennen um den schnellsten Browser. Wenn Firefox Quantum seinem großen Konkurrenten in dessen Paradedisziplin auch in anderen Benchmarks das Wasser reichen kann, dürfte vielen Google Chrome Nutzern der Umstieg auf die weniger gewinnorientierte Alternative nicht allzu schwer fallen.

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