Privates Filesharing

Firefox Send: Dateien bis 2,5 GB verschlüsselt und mit Ablaufdatum verschicken

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

Firefox Send, der private Filesharing-Dienst von Mozilla, hat die Testphase verlassen und bekam zum offiziellen Release noch ein paar neue Funktionen spendiert. Kleines Zwinkern in Richtung Microsoft: Firefox Send funktioniert in allen Browsern, auch in Edge.

Vor knapp eineinhalb Jahren stellte Mozilla seinen privaten Filesharing-Service 'Firefox Send' erstmals vor. Weil sich das Tool schon in der Testphase großer Beliebtheit erfreute, haben es die Entwickler von Mozilla immer weiter feingeschliffen und nun als eigenständiges Produkt veröffentlicht. Firefox hat passend zum offiziellen Start außerdem ein frisches Design und ein paar erweiterte Features im Gepäck.

Firefox Send: Privates Filesharing mit Auto-Verschlüsselung

Am grundlegenden Prinzip des Filesharing-Dienstes hat sich nichts geändert: Über die Website von Firefox Send lassen sich Dateien auf Mozillas Server hochladen und anschließend per eigens generiertem Link teilen. Nur wer diesen privaten Link erhält, bekommt die Datei zu Gesicht – niemand anderes. Für den Extraschutz kann zusätzlich ein eigenes Passwort für den Zugriff festgelegt werden. Mozilla garantiert dabei eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die automatisch greift. Firefox Send punktet außerdem mit Offenheit und Unkompliziertheit: Jeder Nutzer kann ohne Anmeldung, ohne jede Registrierung Dateien bis zu einer Größe von 1 GB hochladen und an Freunde, Familie und Kollegen weiterleiten. Wer ein Firefox-Konto besitzt, darf sogar bis zu 2,5 GB pro Upload verarbeiten.

Firefox Send will dem User beim Teilen von kleinen und großen Dateien die volle Kontrolle über seine Privatsphäre geben. Deshalb bekommt jedes hochgeladene Video, jedes Foto, jedes Dokument unweigerlich ein Ablaufdatum verpasst: Ist diese Frist erreicht, werden die Daten automatisch gelöscht und lungern nicht länger in irgendeiner Cloud herum. Anders als noch in der Testversion können Nutzer dieses Limit nun bis zu einem gewissen Grad selbst bestimmen.

Das Ablaufdatum lässt sich zum einen an die Zahl der Gesamtdownloads knüpfen. Der User kann sich zum Beispiel entscheiden, die Datei nach nur einem Download löschen zu lassen – hat das Urlaubsvideo also seinen Empfänger erreicht, verschwindet es von selbst. Bis zu maximal 100 Downloads sind nun pro Datei erlaubt. Zum anderen wird jeder Upload mit einem Selbstzerstörungs-Timer ausgestattet: Fünf Minuten Lebenszeit sind das Mindestmaß, sieben Tage die Höchstdauer. Auch danach ist Feierabend.

Mit Firefox Send hat der User mehr Verfügung darüber, wie lange seine Daten abrufbar sind.

Damit bietet Firefox Send einige Kontrolle darüber, wem und wie lange ein Upload zur Verfügung steht. Das ist überaus nützlich. Mozilla selbst führt als Beispiel das Verschicken einer SCHUFA-Auskunft an: Der hypothetische neue Wohnungsvermieter möchte die Daten gerne per E-Mail zugeschickt bekommen. Statt sie ihm als normalen E-Mail-Anhang zu schicken, womit sie theoretisch für immer im Posteingang des Empfängers herumwabern könnten, hat man mit Firefox Send mehr Verfügung darüber, wie lange die Daten abrufbar sind.

Der Service funktioniert übrigens in allen Browsern, egal ob im hauseigenen Firefox oder in Google Chrome. Ja, Microsoft, sogar in Edge – schön, dass Mozilla sich nicht Skype for Web als Vorbild genommen hat. Außerdem soll Firefox Send im Laufe der Woche als Android-App in den Testlauf geschickt werden.

Quelle: Mozilla

Hier erfährst du mehr über: Browser und Datenschutz

Sag uns deine Meinung!