Umstellung der Schnittstelle

Firefox: Viele Add-Ons könnten ab November nicht mehr funktionieren

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

Die riesige Auswahl an Add-Ons ist für viele User das entscheidende Argument für die Nutzung von Firefox. Bald dürfte sie jedoch ein gutes Stück kleiner werden: Ab der Version 57 werden viele Erweiterungen nicht mehr richtig funktionieren – es sei denn, die Entwickler passen sie den neuen Standards an.

Mit der Version 57, die im November erscheint, will Mozilla "zurückschlagen", um Firefox im Kampf der Browser wieder in eine bessere Position zu bringen – Googles Chrome-Browser wächst kontinuierlich, während der Marktanteil von Firefox schrumpft. Der neue Firefox soll schneller, stabiler, schlanker sein und mit einem "großen Knall" einschlagen. Bleibt nur zu hoffen, dass durch diesen Knall nicht noch weitere Nutzer verlorengehen.

Firefox: WebExtensions als neuer Standard

Denn Firefox setzt ab Version 57 bei seinen Add-Ons ausschließlich auf die WebExtensions-Schnittstelle. "Ab Ende November 2017 sind WebExtensions APIs die einzige Möglichkeit, Firefox-Erweiterungen zu entwickeln, die bisherigen Systeme gelten dann als veraltet", sagt Mozilla. Heißt im Klartext: Wenn die Add-Ons bis November nicht auf das neue System umgestiegen sind, werden sie in Firefox 57 nicht mehr funktionieren.

Legacy Addons in Firefox

Add-Ons, die momentan noch nicht den neuen Standards entsprechen, sind in Firefox entsprechend markiert. Bis zum November dürften die beliebtesten Erweiterungen jedoch angepasst sein.

Quelle: (Screenshot) 

Legacy Addons in Firefox

Add-Ons, die momentan noch nicht den neuen Standards entsprechen, sind in Firefox entsprechend markiert. Bis zum November dürften die beliebtesten Erweiterungen jedoch angepasst sein.  

Quelle: (Screenshot) 

Bei beliebten Erweiterungen – wie Ghostery oder uBlock Origin – sollte das kaum problematisch sein. Ihre Entwickler arbeiten bereits an der Portierung, die bis November abgeschlossen sein dürfte. Für die großen Add-Ons hält Mozilla den Fortschritt der Anpassung auf einer eigenen Seite fest. Dort könnt ihr nachschauen, wie es bei euren Favoriten aussieht.

Beliebte Add-Ons - wie Ghostery oder uBlock Origin - dürften bis zum November angepasst worden sein

Doch einige Add-Ons werden den Sprung nicht schaffen. Zum einen lassen sich nicht alle Features, die mit den vorherigen Add-On-Systemen machbar waren, mit WebExtensions reproduzieren. Zum anderen wird bei vielen Erweiterungen ein Portierungsversuch ausbleiben, weil die Entwickler ihr Projekt längst nicht mehr aktualisieren. Dieses Schicksal könnte vor allem kleine, sehr spezifische Add-Ons ereilen. Wer die veralteten Erweiterungen ab November trotzdem noch nutzen möchte, der muss auf Firefox-Version 55 und darunter vertrauen – in puncto Sicherheit nicht empfehlenswert.

Die Umstellung auf die neue Schnittstelle bringt jedoch auch positive Dinge mit sich: WebExtensions ist in weiten Teilen kompatibel mit den Systemen, die Chrome oder Opera nutzen. Add-Ons, die momentan nur in diesen Browsern funktionieren, werden ohne große Anpassungen auch in Firefox laufen. Außerdem gilt WebExtensions als wesentlich sicherer als die bald nicht mehr unterstützen Schnittstellen.

Hier erfährst du mehr über: Browser

Sag uns deine Meinung!