VPN-Integration

Geofencing ade - Opera 38 jetzt mit VPN-Funktion

Foto von Sven Schäfer

von Sven Schäfer (@kreativfrei)-

Der Opera-Browser geht neue Wege, um den Anschluss an die Konkurrenten Firefox, Chrome & Co. nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu wurde in der neuen Entwicklerversion Opera 38 ein VPN-Client integriert, mit dem man seine Identität verschleiern und vollkommen anonymisiert surfen kann.

Der Schutz der eigenen Privatsphäre im Netz ist für viele Menschen nach wie vor ein wichtiges Thema, da mittlerweile immer mehr Webseiten die Nutzerdaten mit verschiedenen Methoden, wie beispielsweise der sogenannten Geofencing-Technik, ausspähen können. Dabei wird der aktuelle geografische Standort des Users getrackt, was einigen Verbraucherschützern verständlicherweise schon lange ein Dorn im Auge ist. Eine der besten Maßnahmen, um sich gegen die zahlreichen Ausspähversuche zu schützen, ist die Nutzung eines Virtual Private Network, kurz VPN.

Mehr Freiheit dank integriertem VPN-Client

Die Verwendung eines VPN-Clients gestaltete sich bislang recht kompliziert, da der Nutzer dafür - zusätzlich zum Browser an sich - spezielle Programme nutzen musste. In Opera 38 ist die VPN-Funktion - die auf der Technologie des Tochter-Unternehmens SurfEasy basiert - jetzt jedoch integriert, sodass es ab sofort noch einfacher ist, die eigene Identität vor den Augen Dritter zu schützen. Vorab sei jedoch gesagt, dass Opera 38 zum aktuellen Zeitpunkt nur als Entwicklerversion verfügbar ist. Die finale Variante des Browsers wird laut Herstellerangaben in rund vier bis sechs Wochen ausgerollt.

Um die VPN-Funktion in Opera 38 zu nutzen, muss das neue Feature einfach in den Einstellungen aktiviert werden. Dort kann der Nutzer dann zudem auch entscheiden, über welchen virtuellen Standort er ab sofort surfen möchte. Zur Auswahl stehen derzeit die Vereinigten Staaten, Kanada und Deutschland. Durch die Verschleierung des eigenen Standortes surft man aber nicht nur anonym, sondern kann außerdem auch auf Inhalte zugreifen, die für Nutzer mit einer IP-Adresse aus Deutschland gesperrt sind, wie zum Beispiel diverse Videos auf YouTube. Praktisch: Nach der Aktivierung lässt sich der Client jederzeit ganz bequem über die Adressleiste ein- oder ausschalten.

VPN-Nutzung ohne Einschränkungen

Die VPN-Funktion in Opera 38 ist übrigens - wie auch der Browser selbst - vollkommen kostenlos und unterliegt darüber hinaus keinerlei Beschränkungen bei dem Transfervolumen. Bei der kostenlosen Variante des SurfEasy-Clients war das Datenvolumen hingegen bislang auf nur 500 Megabyte pro Monat begrenzt. Diese Einschränkung gehört dank der neuen Opera-Version nun aber der Vergangenheit an.

Wer auch die mobile Version des Opera-Browsers nutzen möchte, wird sich allerdings noch etwas länger gedulden müssen, da das Update für iOS- und Android-Systeme erst einige Zeit nach der Desktop-Variante verfügbar sein wird. Noch ein kleiner Hinweis zum Abschluss: Durch die Nutzung des VPN-Clients verlangsamt sich die Surf-Geschwindigkeit zum Teil deutlich - je nachdem wie hoch die maximale Verbindungsgeschwindigkeit des Internetanschlusses ist.

Sag uns deine Meinung!

Um einen Kommentar zu verfassen, melde Dich an oder registriere Dich jetzt auf Netz.de!

Das könnte dich auch interessieren!
Mehr zum Thema...
Werbung
Ab ins Netz mit dir