App kommt in die offene Beta

Google Family Link verspricht umfangreiche Kontrollfunktionen für Eltern

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Google setzt seine kostenfreie App 'Family Link' in die offene Beta und testet die Smartphone-Kontrollfunktionen nun an amerikanischen Kindern. Die App soll Eltern ein Werkzeug an die Hand geben, mit dem sich die digitalen Aktivitäten des Nachwuchses besser überwachen lassen. Darüber hinaus sollen Analysen dabei helfen, das Nutzungsverhalten zu steuern.

Nicht selten beginnen Artikel auf Netz.de mit dem Satz: "Hierzulande müssen sich interessierte Nutzer zunächst noch gedulden", und auch dieses Mal kann ich euch nicht ersparen, dass ein amerikanischer Konzern neue Apps und dessen Funktionen zunächst am heimischen Markt testet. Doch bei Googles neuer App 'Family Link' scheint sich das Warten zu lohnen, denn sie verspricht sichtlich mehr Kontrolle über die Aktivitäten, die eure Sprösslinge unbeobachtet am Smartphone ausführen.

Smartphone mit der Oberfläche von Google Family Link

Mithilfe von Google Family Link haben Eltern zukünftig bessere Kontrolle über die Smartphone-Nutzung ihrer Kleinsten.  

Quelle:  Google Ink. | Family Link 

Smartphone mit der Oberfläche von Google Family Link

Mithilfe von Google Family Link haben Eltern zukünftig bessere Kontrolle über die Smartphone-Nutzung ihrer Kleinsten.  

Quelle:  Google Ink. | Family Link 

Obwohl die App bereits im März vorgestellt wurde, konnten bislang nur ausgewählte Nutzer am Invitation-Only-Programm teilnehmen, um die Funktionen von Family Link auf Herz und Nieren zu testen. Nun steht die App in offener Beta systemübergreifend zur Verfügung - zum Release mussten sowohl Elternteil als auch Kind ein Android-Betriebssystem nutzen, bevor Google im April mit einer iOS Version nachzog.

Was hat 'Family Link' auf dem Kasten?

Googles Family Link verspricht umfangreiche Kontrollfunktionen für Eltern, die sich mehr Einfluss auf die Smartphone-Nutzung ihrer Kinder wünschen. Sie blockt unter anderem App-Downloads und fordert die Bestätigung des Kontoinhabers an, ermöglicht die Einsicht in das Nutzungsverhalten von Apps, indem Family Link die Verweildauer misst und anhand von wöchentlichen oder monatlichen Statistiken eine Übersicht liefert.

Darüber hinaus lässt sich die allgemeine Screen-Time von Kindern steuern, in dem man beispielsweise eine Schlafenszeit bestimmt, wo sich das Smartphone in den Ruhezustand versetzt. Was fehlt, ist laut TechCrunch jedoch eine Filterfunktion, mit der man beispielsweise jugendgefährdende Inhalte grundsätzlich vom Handy verbannt. Family Link schränkt nur Googles eigene Apps ein - unter anderem den durchaus beliebten Chrome Browser und die Google-Direktsuche.

Die Funktionen wirken aus der Ferne zumindest sinnvoll und greifen Eltern unter die Arme, wenn es darum geht, Kinder vor Internet-Abzocke oder versteckten Käufen zu schützen. Kommt Family Link in den Staaten gut an, wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis die App auch hierzulande im Play Store erscheint. Voraussetzung ist jedoch Android 7.0 (Nougat) oder höher, wenn man ein Fremdgerät kontrollieren möchte - für die Installation der App genügt hingegen Android 4.4 (KitKat).

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