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Google Fotos lernt dazu: Ihr knipst Bilder und Google macht sie besser

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Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Auf der Google I/O Entwicklerkonferenz hat der Konzern für die hauseigene Fotoverwaltungs-Software drei neue Features präsentiert. Durch die integrierte KI wird Google Photos in der Lage sein, die Auswahl und das Teilen von Schnappschüssen noch komfortabler zu gestalten.

Wenn ihr auch zu den Leuten zählt, die lieber 50 Fotos mehr im Urlaub schießen, als eins zu wenig, dann profitiert ihr umso mehr (...).

In der Regel gibt es zwei gute Gründe, eine zusätzliche Speicherkarte für das Smartphone zu kaufen: Umfangreiche Apps oder Hunderte von Fotos oder Videos, die euren Speicher verstopfen. Und es macht einfach Spaß: Mal eben einen Schnappschuss machen und den Freunden zeigen, was man gerade treibt oder auf dem Teller vor sich liegen hat. Oder ein bisschen mit tollen Urlaubsbildern prahlen. Die neueste Version von 'Google Fotos', die in den nächsten Wochen ausgerollt werden soll, hält ein paar neue Funktionen parat, um die ganze Angelegenheit noch effizienter zu gestalten.

"Suggested Sharing" - Google weiß, wen eure Fotos interessieren

Google Fotos erkennt zukünftig automatisch, wer auf euren Bildern zu sehen ist und schlägt euch selbstständig vor, diese Aufnahmen mit der abgebildeten Person zu teilen. Dadurch sollen geniale Schnappschüsse nicht in den endlosen Weiten eures digitalen Fotoalbums verloren gehen, bis ihr vergessen habt, die Fotos zu teilen.

Und wo wir schon beim Thema "Menge der Fotos" sind: Wenn ihr auch zu den Leuten zählt, die lieber 50 Fotos mehr im Urlaub schießen, als eins zu wenig, dann profitiert ihr umso mehr vom Service der künstlichen Intelligenz. Google Fotos analysiert eure Bilder und stellt automatisch die Aufnahmen zu Alben zusammen, die nach dessen eigenem Ermessen besonders gut gelungen sind. Duplikate und unscharfe Fotos werden nicht berücksichtigt.

Google I/O: Präsentation von Shared Libraries

Foto-Bibliotheken mit Freunden und Familie automatisch teilen.

Quelle: (Screenshot)  Google I/O 2017 

Google I/O: Präsentation von Shared Libraries

Foto-Bibliotheken mit Freunden und Familie automatisch teilen.  

Quelle: (Screenshot)  Google I/O 2017 

"Shared Libraries" - gemeinsame Foto-Bibliotheken

Es gibt bereits zahlreiche Wege, um Bilder und ganze Alben zu teilen, zum Beispiel per Dropbox oder durch Freigabe in anderen Cloud-Diensten. Allerdings sind diese Möglichkeiten in der Regel mit mehreren Klicks verbunden und nicht immer die optimale Lösung auf dem Mobilgerät. Bei "Shared Libraries" handelt es sich um ein Feature, das in der Lage ist, Fotos automatisch - nicht nur im eigenen Foto-Speicher, sondern gleichzeitig auch in der Bibliothek einer anderen Person - abzulegen.

Dabei könnt ihr festlegen, ob ihr alle Fotos grundsätzlich mit bestimmten Personen teilen möchtet oder nur Bilder, die beispielsweise euren Hund zeigen. Außerdem - und das dürfte im Fall von Lebenspartnern nicht ganz unwichtig sein - lässt sich ein Datum festlegen, ab dem die Fotos auch für andere Personen freigegeben sind. Als Empfänger erhält man Push-Benachrichtigungen über die eingegangenen Bilder und kann anschließend entscheiden, ob man die Fotos vor dem Abspeichern erst überprüfen möchte oder ob dies vollautomatisch passieren darf.

Google Photo Books für 9,99 US-Dollar

Wenn Google Fotos schon die Fähigkeit besitzt, die schönsten Bilder rauszusuchen und durch Standort, Datum und abgebildeten Personen einem Event zuzuordnen, dann sind genau dies doch wahrscheinlich auch die Aufnahmen, die man für ein Fotobuch aussuchen würde. Das macht sich Google zunutze und bietet aus der Software heraus ein analoges Produkt an: Ein Fotobuch in einem modernen Standard-Design zum Preis von 9,99 US-Dollar. Leider wurde während der Keynote nicht darauf eingegangen ob (und wenn ja: Wann?) dieser Service auch in Deutschland funktioniert.

Hier erfährst du mehr über: Google

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