Anstieg um 70 Prozent

Google: 700.000 schädliche Apps aus dem Play Store entfernt

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

700.000 Apps sind vergangenes Jahr hochkant aus dem Google Play Store geflogen, weil sie den Nutzern nichts Gutes wollten - unter anderem sogenannte 'Copycats' und sogar Trojaner. Damit übertrifft Google die Zahlen aus dem Vorjahr deutlich: 2016 waren es nur etwas mehr als 410.000.

Der beste Trick, sich vor Malware und anderen Schädlingen auf dem Smartphone zu schützen ist immer noch: Apps nur aus zuverlässigen Quellen herunterladen. Der Google Play Store gilt gemeinhin als ein solch sicherer Hafen. Das allerdings bedeutet nicht, dass Malware-Entwickler es nicht auch auf dieser Plattform versuchen - im Gegenteil: Wie Google jetzt mitteilte, sind allein 2017 stolze 700.000 "Bad Apps" aus dem Play Store entfernt worden.

Wir wissen, dass einige (Apps und Entwickler) nach wie vor unsere Verteidigungslinien austricksen.

Andrew Ahn, Google Play Store

Laut Andrew Ahn sind das 70 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Der Produktmanager bei Google Play sagt damit allerdings nicht explizit, dass es mehr Angriffsversuche gegeben hat, sondern nur, dass sie mehr Übeltäter haben entfernen können. Die Fähigkeiten der Google-Entwickler schädliche Apps zu entdecken habe sich "signifikant verbessert", schreibt er im Android Developers Blog.

Google sperrt auch Entwickler

Unter den verbannten Apps befinden sich unter anderem solche, die populäre Apps kopieren, unangemessene Inhalte auffahren oder sogar Malware wie Trojaner an Bord haben. 99 Prozent solcher Apps haben die Google-Entwickler unschädlich machen können, noch bevor arglose Nutzer sie installiert hätten.

Möglich gemacht hätte dies, wie so oft, ein neues Machine-Learning-Verfahren, das den menschlichen Prüfern eine Vorauswahl an neuen, potenziell gefährlichen Apps bereitstellt. Das hilft den Opfern der 7.000 Apps, die dem Algorithmus offenbar durch die Lappen gegangen sind, auch nicht weiter, ist aber durchaus eine Verbesserung. Laut eigenen Angaben habe sich dadurch die Wahrscheinlichkeit halbiert, sich im Play Store unwissentlich einen Übeltäter einzufangen. Auch Entwickler habe das Google-Team so sperren können: 100.000 Schadcode-Hersteller seien jetzt aus dem Play Store ausgesperrt.

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