Leak: Google Allo schon am 21. September

Google-Messenger Allo am 21. September: Lohnt der Download?

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Einem Leak zufolge erscheint mit 'Allo' schon am 21. September Googles Antwort auf die diversen Messaging-Dienste von Wettbewerbern wie WhatsApp und Co. Ob sich der Suchmaschinen-Gigant auch auf diesem Feld behaupten kann ist allerdings mehr als fraglich.

Dass Google sich schon lange nicht mehr damit zufrieden gibt, "nur" ein Suchmaschinen-Gigant zu sein, ist kein Geheimnis. Sogar vor selbstfahrenden Autos macht der Konzern aus Kalifornien nicht halt. Bis es allerdings so weit ist, setzt Google weiterhin auf Dienste, mit denen sich noch auf herkömmliche Art und Weise Nutzerdaten sammeln lassen.

Hello, Allo (launches this week).

Evan Blass

Googles Erfolg in Sachen Messenger bestenfalls mäßig

Zum Leidwesen der Datenkrake gilt dabei: Längst nicht bei allen Projekten ist der im Vorfeld herbeigeredete Erfolg auch eingetreten. So blieb Googles Versuch, 2013 mit der App 'Hangouts' - quasi einer Bündelung zuvor gescheiterter Social-Apps wie u. a. Google Wave oder Huddle - den großen Konkurrenten WhatsApp und Facebook Messenger die Stirn zu bieten, mehr oder weniger erfolglos: Heute findet man in den Top-Charts des Google Play Stores letztgenannte Dienste auf den ersten beiden Plätzen, Hangouts taucht unter den 540 Plätzen der Bestenliste gar nicht erst auf.

Mit der Chat-App Allo kann man z.B. Emojis per Slider vergrößern.

Text und Emojis werden sich in Googles Messenger stufenlos vergrößern lassen.  

Quelle: (Google Developers)  Google Developers - YouTube 

Mit der Chat-App Allo kann man z.B. Emojis per Slider vergrößern.

Text und Emojis werden sich in Googles Messenger stufenlos vergrößern lassen.  

Quelle: (Google Developers)  Google Developers - YouTube 

Google gibt nicht auf

Für Google aber kein Grund nachzugeben: Erst kürzlich veröffentlichte das Unternehmen mit 'Duo' eine Video-Chat-App (Top-Charts Stand heute: Platz 84). Auch der neue Instant-Messenger 'Allo' ist auf der Google I/O vor knapp vier Monaten angekündigt worden. Diese wird aller Wahrscheinlichkeit nach, so berichtet der für seine akkuraten Leaks bekannte Twitter-User Evan Blass, überraschend schon am 21. September erscheinen.

Neben den üblichen Funktionen kommt Allo mit einigen Features daher, die andere Messenger in dieser Form nicht bieten. Unter anderem dabei:

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung dank Inkognito-Modus
  • Automatische Antworten ('Smart Reply')
  • Ändern der Textgröße
  • Bilder mit Kritzeleien versehen ('Ink')

Die Platzhirsche zu verdrängen wird schwierig

Jetzt will Google also erneut auf den hart umkämpften Messenger-Markt und abermals gegen Konkurrenten wie den Facebook Messenger und WhatsApp antreten. Die Frage, ob sich der Download lohnt, ist dabei schnell beantwortet: prinzipiell ja. Denn wie die Wettbewerber wird auch Allo kostenlos zur Verfügung gestellt. Die entscheidende Frage ist jedoch vielmehr, welchen Mehrwert Nutzer von einer weiteren Messaging-App erwarten können.

Und ob dieser vermeintliche Mehrwert ausreicht, im Zweifel eigenhändig einen ganzen Bekanntenkreis von dem neuen Messenger zu überzeugen - denn der beste Messenger nützt nichts, wenn man kaum jemanden erreicht. Ob Allos durchaus vielversprechende Funktionen derart überzeugen, dass der User diese Hürde nimmt und die Messenger-Platzhirsche von Googles neuestem Messenger-Versuch gar vom Thron gestoßen werden, ist nach wie vor zweifelhaft.

Erfolg trotz fehlender Marktlücke?

Fazit: Es hat durchaus einige Zeit in Anspruch genommen, sich im Zuge der Recherche ein mehr oder weniger klares Bild über die verschiedenen Messaging-, Video-Chat- und wie-sie auch-immer-heißen-Apps erneut ins Gedächtnis zu rufen, mit denen Google sich in den vergangenen Jahren verzettelt hat. Dem interessierten User wird es wohl ähnlich gehen, weshalb die Frage erlaub sein muss, warum ausgerechnet der neueste Streich des Suchmaschinen-Riesen alles besser machen soll. Zumal Allo - etwa im Gegenzug zum Inkognito-Messenger 'Threema' - nicht wirklich eine Marktnische besetzen kann. Ob sich die App als echte Alternative dennoch etabliert, wird sich nach dem 21. September zeigen.

Sag uns deine Meinung!

Um einen Kommentar zu verfassen, melde Dich an oder registriere Dich jetzt auf Netz.de!

Das könnte dich auch interessieren!
Werbung
Ab ins Netz mit dir