Bitcoin & Blockchain

Günstige Alternative: Auslandsüberweisungen mit Bitwala

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Online-Banking, Mobile-Banking, Zahlungen per Telefon anweisen - Optionen für den Geldtransfer gibt es viele. Trotzdem ist die Prozedur oft noch wenig userfreundlich und es kann mehrere Tage dauern, bis die Überweisung den Empfänger erreicht. Bitwala möchte das ändern und setzt dabei auf die Bitcoin-Technik.

Jan Goslicki und Jörg von Mickwitz, die Gründer des Berliner Startups Bitwala, kennen sich bereits aus Studientagen und haben schon mit mehreren Bitcoin-basierten Geschäftskonzepten experimentiert. Eins davon ist all4btc.com, eine englischsprachige Plattform, die den Kauf von Amazon- und Ebay-Artikeln via Bitcoin möglich macht.

Bitwala im Vergleich

An Bitwala arbeiten die beiden seit gut einem Jahr - mit dem Ziel, die Dauer von Auslandsüberweisungen auf wenige Stunden zu reduzieren. Als Gebühr verlangen sie lediglich 0,5 Prozent der Überweisungssumme, mindestens jedoch 1 €. Wenn man nun beispielsweise 1.000 € nach Burkina Faso schicken möchte, würde dies also 5 € kosten. Zum Vergleich: Moneygram berechnet bei gleicher Summe und gleichem Zielland eine Gebühr von 34 €. Größter Konkurrent für Bitwala dürfte TransferWise sein, die mit einem ähnlichen Konzept seit Herbst 2013 in Deutschland aktiv sind.

Die günstigen Bitwala-Preise sind nur möglich, weil das das Bitcoin-Netzwerk unabhängig von Banken und Regulierungsbehörden existiert, sodass es keine "Zwischenhändler" gibt, die ein Stück vom Kuchen abbekommen möchten. Darüber hinaus ist das Bitcoin-System vor dem Wertverfall geschützt. Da Bitcoins nicht wie Papiergeld vermehrt werden können, ist Inflation nicht möglich. Als weiterer Pluspunkt ist die weltweite Zugänglichkeit zu nennen.

Neue Technologien und das große Unbehagen

Einen großen Nachteil hat die Technik aber doch: Die geringe Akzeptanz in der Bevölkerung. Viele können mit dem Begriff "Bitcoin" schlicht und ergreifend noch nichts anfangen. Aus Nutzersicht soll die Internet-Währung aber nicht im Mittelpunkt der Plattform stehen - wird sie doch ungerechterweise hauptsächlich mit kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht.

Hinweis:

Bitcoin-Zahlungen können nicht rückgängig gemacht werden, sie können nur durch den Empfänger zurückgezahlt werden. Daher sollte man nur mit Personen und Organisationen handeln, denen man vertraut.

Grundlage des Systems ist die sogenannte Blockchain-Technologie, die gar nicht so schwer nachzuvollziehen ist: Jeder Zahlungstransfer von Bitcoins wird in Datenblöcken abgespeichert. Je mehr Überweisungen hinzukommen, umso mehr Blöcke bilden eine gedachte Kette - eine Liste sozusagen. In der Bilanz beschreibt diese Liste über welches Guthaben man zum aktuellen Zeitpunkt verfügt. Diese Liste aller Transaktionen ist quasi selbst die Währung und sie kann nicht gefälscht werden, weil sie auf mehreren Computern gespeichert wird und somit für alle Nutzer transparent ist.

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