Datenschutz

Hackern die Tür öffnen – How to

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Nach wie vor zählen "password“, "qwerty“ und "123456“ zu den am häufigsten benutzten Passwörtern – und sind damit schnell genknackt. Müssten wir es mittlerweile nicht besser wissen? Tipps für die sichere Wahl eines Passworts und nützliche Infos was man sonst noch gegen Cyber-Angriffe tun kann, gibt es hier.

Wirklich kaum zu merken?

Im Verlauf von modernen Registrierungsprozessen verlangen Anbieter von uns mehr Gehirnschmalz bei der Kennwort-Vergabe: Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen, nicht zu kurz… - ohne sicheres Passwort keine Anmeldung möglich! Dieses Vorgehen hat tatsächlich Hand und Fuß, denn laut Splash Data wählen viel zu viele Menschen nach wie vor Passwörter, die sehr leicht zu erraten sind. Trotz ausgefeilter Sicherheitssoftware und soliden Firewalls lassen wir Angriffe über das www durch unsere eigene Dummheit (Verzeihung, aber so ist es) zu.

Experten empfehlen, das Passwort spätestens nach 90 Tagen zu wechseln

Der Verein "Deutschland sicher im Netz“ (DsiN) schlägt für die Passwort-Vergabe folgende Methode vor: Man sucht sich ein Zitat aus Büchern oder Filmen, z.B. "Vergiss niemals: Aus großer Macht, folgt große Verantwortung!“ (Spiderman, 2002) und nutzt die Anfangsbuchstaben, also „Vn:AgM,fgV!“ inklusive der Sonderzeichen. Aber bitte jetzt nicht gleich dieses Zitat für ein Passwort nutzen.

Passwort-Manager erhöhen die Sicherheit

Experten raten dazu, Passwörter regelmäßig, z.B. alle 3 Monate zu wechseln und nicht für mehrere Accounts dieselbe Losung zu verwenden. Außerdem kann die Nutzung eines Passwort-Managers wie "Password Safe“ helfen. Das Tool merkt sich alle Passwörter und setzt sie auf Wunsch in die richtigen Webseiten ein. Wer Bedenken hat, dass ein Online-Tool zu geringen Schutz bietet, kann auch einen Offline-Passwort-Manager (z.B. "Keepass“) verwenden.

Auf der Webseite selbstdatenschutz.info sind zahlreiche Informationen zum Thema Datenverschlüsselung zu finden, die dabei helfen die Privatsphäre zu wahren und Kommunikationsdaten zu schützen. Beim Surfen im Netzt bleibt kein Schritt unbemerkt, dafür sorgen kleine Programme, die per Cookie auf dem PC gelandet sind. Über Jahre hinweg entstehen so riesige Datensammlungen über eine Person, selbst wenn die Internetzugänge oder die IP-Adresse wechseln! Logins lassen sich ebenfalls zuordnen.

Große Datenkraken lieben kleine Kekse

Browsereinstellungen können in diesem Zusammenhang schon einiges bewirken. Bei Firefox kann man z.B. unter "Einstellungen“ und "Datenschutz“ die Funktion "Cookies von Drittanbietern akzeptieren“ deaktivieren. Zum Löschen von Flash- und Super-Cookies muss allerdings ein zusätzliches Plug-in installiert werden.

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