Interessanter Ansatz

Interaktive Werbung in Windows 10: Apps ohne Installation sofort testen

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

Werbung macht oft blumige Versprechen, die am Ende nicht immer eingehalten werden – auch Anzeigen für Software sind da keine Ausnahme. Damit Kunden leichter entscheiden können, ob eine beworbene Apps für sie interessant ist, hat sich Microsoft etwas einfallen lassen: Dank einer Streaming-Technik dürfen Nutzer angepriesene Apps direkt testen, ohne sie überhaupt zu installieren.

Ein paar Screenshots, eine kurze Beschreibung und vielleicht noch eine Feature-Liste – selbst auf den Herstellerseiten sind Informationen zu interessanten Apps oft spärlich gesät. Wer eine Software genauer kennenlernen möchte, kommt um eine Probeinstallation meist nicht herum. Viele User scheuen vermeidbare Installationen und verpassen daher vielleicht für sie eigentlich interessante Apps. Microsoft versucht nun, diese Hürde in Windows 10 mit einer praktischen Idee zu überwinden.

Playable Ads – Microsoft testet fortschrittliche App-Reklame

Mit Hilfe eines Streaming-Verfahrens können User Apps drei Minuten lang so testen, als wären sie bereits auf ihrem Gerät installiert. Sie bekommen auf diesem Wege ein direktes Gefühl vom Handling und vom Funktionsspektrum der Software. Microsoft möchte so verhindern, dass Nutzer sich allein anhand von Screenshots und Beschreibungen ein unvollständiges Bild von einer App machen.

Playable Ads in Windows 10

Werbung für Apps in Windows 10: Links der herkömmliche Weg und rechts Microsofts neuer Ansatz.  

Quelle:  Windows Blog 

Playable Ads in Windows 10

Werbung für Apps in Windows 10: Links der herkömmliche Weg und rechts Microsofts neuer Ansatz.  

Quelle:  Windows Blog 

Das Unternehmen testet die Idee gerade in einem geschlossenen Probelauf. Wann und ob das Feature für alle Windows-10-Versionen ausgerollt wird, ist momentan noch unklar. Vorerst soll der Ansatz darüber hinaus auf Werbeanzeigen in Windows Apps und im Windows Store begrenzt bleiben: Anstatt statischer Werbebanner bekommen Anwender dort die Möglichkeit präsentiert, beworbene Programme direkt zu testen. Microsoft verspricht sich davon steigende Download- und Installationszahlen sowie eine höhere Kundenzufriedenheit.

Grundsätzlich ist die Idee auf jeden Fall zu begrüßen: Ein persönlicher Test hat einen individuell viel höheren Aussagewert als diverse Screenshots und Funktionsbeschreibungen. Aber warum soll das Feature auf Werbeanzeigen beschränkt bleiben? Wir fänden es jedenfalls sehr praktisch, wenn sich bald alle Apps im Windows Store auf diese Weise ausprobieren ließen. So bräuchte niemand mehr Angst davor haben, die "Katze im Sack" herunterzuladen.

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