Projekt 'Smarter'

Katastrophen-App "smarter" – Hilfe für den Notfall, wenn das Netz versagt

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Riesige Wassermassen, Stürme, Blitz und Donner - in Notfällen hat das Smartphone schnell ausgedient, sobald die Netzabdeckung nicht mehr gegeben ist. Für diese Situationen erforscht die TU Darmstadt Möglichkeiten, mit Mobilgeräten auch ohne Empfang Nachrichten zu verschicken.

Keine Informationen zu erhalten und nicht kommunizieren zu können, belastet die Bevölkerung und blockiert die Organisation der Selbsthilfe.

Smarter-projekt.de

Bereits letztes Jahr haben wir über eine erfolgreiche Applikation des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) berichtet. NINA, so der einprägsame Name der App, dient als nationales Warn-Netzwerk und wird von regionalen Leitstellen mit wichtigen Informationen, wie zum Beispiel Wetterwarnungen, gespeist.

Wenn ihr NINA die Bestimmung eures Standorts erlaubt, erhaltet ihr genau die Infos, die für euch relevant sind. Neben der Entwicklung und Erprobung von NINA arbeitet das BBK jedoch auch, gemeinsam mit der Uni Kassel und der TU Darmstadt, am Projekt "Smarter".

"Ad-hoc-Kommunikation bei Netzausfall"

Ist der Krisenfall erst einmal eingetreten, geht es für die Betroffenen vor allem darum, Hilfe zu organisieren und Angehörige zu informieren. 'Smarter' widmet sich genau dieser Problemstellung: Über 40 Wissenschaftler versuchen eine Kommunikationsinfrastruktur zu entwickeln, die unabhängig von der Netzabdeckung funktioniert. "Smartphone-based Communication Networks for Emergency Response – eine Lösung für infrastrukturunabhängige Notfall-Kommunikation" nennt sich das Anliegen offiziell. Bürgerinnen und Bürger sollen über dieses Netzwerk im Krisenfall sowohl untereinander als auch mit den sogenannten "BOS", den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, kommunizieren können.

Ebenso wie in der NINA-App sollen über 'Smarter' auch Empfehlungen und Verhaltenshinweise übermittelt werden. Dafür wurde sogar extra eine sozialwissenschaftliche Untersuchung durchgeführt, aus der Empfehlungen für die Text- und Bildgestaltung innerhalb der App abgeleitet werden. Zudem fand am 2. September 2017 ein Praxistest mit 125 Probanden statt, um die Technik zu testen. Das Ergebnis fiel positiv aus: 70 Prozent der Übungsteilnehmer würden die Smarter-App für den Katastrophenfall auf ihr Smartphone laden.

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