Upgraden für die Sicherheit

Kein Support für Windows Vista - jetzt upgraden

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Wer immer noch zögert, seinem Betriebssystem ein Upgrade angedeihen zu lassen, der muss spätestens am 11. April tätig werden. Microsoft stellt ab diesem Zeitpunkt die Versorgung des OS Windows Vista mit Sicherheits-Patches ein. In der Folge ist das zehn Jahre alte Betriebssystem nicht mehr gegen Cyber-Attacken gefeit.

Darf man den Einschätzungen von BusinessWeek Glauben schenken, steckte Microsoft insgesamt fünf Jahre Entwicklungsarbeit und ungefähr zehn Milliarden US-Dollar in die Schöpfung von Windows Vista, den Nachfolger von XP und Vorläufer von Windows 7. Doch das OS, das in sechs verschiedenen Versionen (Vista Starter, Home Basic, Business, etc.) installiert werden konnte, wird ab dem 11. April 2017 nicht mehr mit sicherheitskritischen Updates versorgt. Selbstverständlich kann es nach wie vor benutzt werden, jedoch ist die Internetnutzung mit diesem System nicht empfehlenswert.

Microsoft entledigt sich zyklisch seiner "Altlasten": Bereits mit dem 12. Januar 2016 stellte Microsoft die sicherheitsrelevante Unterstützung für den Internet Explorer 8, 9 sowie 10 ein, damit die User zum neuen Browser Microsoft Edge wechseln. Darüber hinaus hat auch Mozilla mit der neuesten Firefox Version (52) den Support von Windows XP und Vista eingestellt.

Einfachste Lösung: Upgrade auf Windows 7

Der Wechsel auf 7 ist möglich, ohne dass Daten verloren gehen.

Um mit möglichst geringem Aufwand den entstehenden Sicherheitsrisiken aus dem Weg zu gehen, lässt sich Vista auf die Nachfolge-Version, Windows 7, upgraden. Wobei es jedoch nahe liegt, direkt auf Windows 10 zu wechseln, um zum Beispiel Apps aus dem Universal Windows Store nutzen zu können. Der Wechsel auf 7 ist allerdings möglich, ohne dass Anwendungen, Einstellungen und Dateien verloren gehen.

Nun lässt sich Windows 7 zwar nochmals in Windows 10 umwandeln, in der Praxis kann es dabei aber zu zahlreichen Problemen kommen. Schon beim Umstieg von Vista auf 7 kann es vorkommen, dass der vorhandene Lizenzschlüssel nicht akzeptiert wird. Zudem lässt sich aus einer 32-Bit- keine 64-Bit-Installation machen - und viele aktuelle Anwendungen laufen eben nur noch mit 64-Bit. Ein zeitsparender, direkter Umstieg von Vista auf Windows 10 ist nicht ohne weiteres möglich, eine Neuinstallation unumgänglich.

Foto von Sandra Spönemann
(@die_spoent_wohl)
Ein Schmerz für alles

Da Windows 7 auf lange Sicht ebenfalls keinen Support mehr erhält - der Produkt-Lebenszyklus endet 2020 - lohnt es, gleich einige Stunden einzuplanen, um den Rechner auf Windows 10 zu upgraden. Leider funktioniert das selten reibungslos - viel Glück!

Sag uns deine Meinung!

Um einen Kommentar zu verfassen, melde Dich an oder registriere Dich jetzt auf Netz.de!

Das könnte dich auch interessieren!
Werbung
Ab ins Netz mit dir