Schrittweise Einstellung schon in 2016

Keine Browser-Apps mehr: Chrome setzt auf Web-Apps

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Google wird schon bald den Support von Chrome Apps für Windows, Mac und Linux einstellen. Nur noch Nutzer des Google-eigenen Betriebssystems 'Chrome OS' sollen diese auch in Zukunft im Browser nutzen können.

Chrome Apps laut Google überflüssig

Offenbar will sich der Suchmaschinen-Riese von der Verwendung von Apps für ihren Browser Chrome Schritt für Schritt distanzieren. Denn mittlerweile, so verkündet das Unternehmen in einem Blog-Post, könne bereits ein Großteil der im Chrome Web Store verfügbaren Apps als Web-App veröffentlicht werden.

"Da wir daran arbeiten, Chrome immer einfacher zu machen, glauben wir, dass es jetzt an der Zeit für eine Evolution weg von der Chrome-App-Plattform ist."

Rahul Roy-Chowdhury, Google Chrome

Das besondere an Chrome Apps ist, dass sie direkt im Browser installiert werden, aber auch offline funktionieren. Zu den beliebtesten Anwendungen gehören unter anderem die Bildbearbeitungs-Software Pixlr Editor oder die To-Do-List-App Wunderlist.

Lediglich ein Prozent der Chrome-User nutze aber überhaupt diese sogenannten "Packaged Apps" in ihrem Browser - Hosted Apps, also Anwendungen, die gänzlich über die Cloud abgerufen und verwendet werden, stünden ohnehin größtenteils schon als Web-App zur Verfügung.

Nur noch Web-Apps ab 2018

Noch im laufenden Jahr sollen deshalb neu erscheinende Chrome-Apps nur noch für Nutzer des hauseigenen Betriebssystems Chrome OS verfügbar gemacht werden. Bisher erschienene Apps werden laut Google noch bis Mitte 2017 im Chrome Web Store angezeigt werden. 2018 ist dann endgültig Schluss für Linux-, Mac- und Windows-Nutzer: Dann wird es nicht mehr möglich sein, Chrome-Apps im Browser zu laden.

App-Entwickler fordern die Browser-Verantwortlichen auf, ihre Anwendungen in Web-Apps umzuwandeln. Sollte dies nicht ohne Weiteres möglich sein, weil beispielsweise eine API fehlt, können sich diese über ein Web-Formular an Google wenden.

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