Eigener Dienst wird zeitnah eingestellt

Kifi: Google schluckt Team um die Wissens-App

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Kifi gehört fortan zu Google. Das Team um die gleichnamige Wissens-Management-Software soll den Suchmaschinen-Gigant unter anderem in puncto Content-Organisation und Group-Sharing unter die Arme greifen. Kifi, das bisher für diverse Plattformen erhältlich war, wird im selben Atemzug eingestampft.

Kifi geht schon bald offline

Google hat sich mit dem Team um die Wissens-Management-App Kifi einen weiteren Konkurrenten einverleibt. Das Tool, das für Android, iOS und als Plug-in für die Browser Mozilla Firefox und Chrome erhältlich ist, ist insbesondere in Organisationen und Firmen beliebt.

"We are no longer accepting new registrations."

FortyTwo Inc 2016 / Kifi

Kifi-Teilnehmer können über das Tool auf gemeinsame Wissensdatenbanken zugreifen, Forschungsergebnisse diskutieren und beliebige Inhalte teilen - jedenfalls noch für kurze Zeit, denn nutzbar wird das Tool nur noch wenige Wochen sein. Danach wird der der Service abgestellt werden, persönliche Daten sollen aber noch zwei Wochen danach exportierbar sein. Firmen, die ihre Wissensvernetzung weiterhin unkompliziert über schlanke Tools organisieren wollen, sollten sich derweil nach Alternativen umschauen. Unsere Empfehlung: Diigo.

Kifi soll Google Spaces unterstützen

Kifi soll direkt in das Team von Goggle Spaces integriert werden. Gemutmaßt wird von Brancheninsidern aufgrund dessen, dass Google mit der neuesten Akquisition dem bestenfalls mäßig beliebten Messenger-Tool Google Spaces zu neuem Schwung verhelfen will. Kifi selbst lässt verlauten, dass sie dem Spaces-Team beitreten, um Lösungen zu entwickeln, die "Group-sharing, Konversationen und Content-finding verbessern."

Der Redmonder Konzern ist bekannt dafür, vermeintlich vielversprechende Ideen kurzerhand aufzukaufen, sofern sie aus Googles Sicht eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Portfolio darstellen. Erst Mitte Juni hatte das Unternehmen das winzige Start-up Wand Labs aufgekauft, um sich deren Know-how in Sachen Chatbots anzueignen.

Sag uns deine Meinung!

Um einen Kommentar zu verfassen, melde Dich an oder registriere Dich jetzt auf Netz.de!

Das könnte dich auch interessieren!
Werbung
Ab ins Netz mit dir