Jugendschutz

Kindgerechtes Surfen: Diese drei Browser unterbinden unangemessenen Content

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Anonyme Chats, erotische Webseiten-Inhalte und Bezahldienste - das Surfen im Internet birgt gewisse Risiken, die besonders für Kinder nicht so leicht durchschaubar sind. Um den Kleinen das sichere Surfen zu ermöglichen, ohne dass sie auf den falschen Seiten landen, stellen wir Euch hier drei verschiedene Browser vor.

Nur mit Autorisierung: Zoodles

Zoodles ist eine kostenlose App auf der Basis von Adobe AIR, sodass diese Software erst von der Entwicklerseite heruntergeladen und installiert werden muss. Mit einer Größe von 17,8 MB ist das aber durchaus vertretbar. Auf zoodles.com lässt sich ein, ebenfalls kostenfreies, Online-Konto anlegen, das den Zugang zu dem Service ermöglicht.

Neben bunten Lern- und Unterhaltungsspielen, sowie einem praktischen Grafik-Editor, können auch E-Books selektiv dem individuellen Online-Spielplatz hinzugefügt werden. Allerdings ist der Browser englischsprachig - das ist für Bildbearbeitung und Gaming kein Problem, im Bereich "Books" aber eher schade.

KinderServer: Sicheres Internet Ihrem Kind zuliebe

Als Windows-Programm oder Firefox-Plug-in lässt sich der KinderServer auf dem heimischen PC installieren oder auf dem Tablet und Smartphone nutzen. Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermöglicht die Software den Zugriff auf geprüfte Ergebnisse der Kindersuchmaschinen "Blinde Kuh" und "fragFINN" sowie anderen Webseiten mit entsprechender kindgerechter Kennzeichnung ("age-de.xml"). Auch dieses Angebot ist für Privatpersonen kostenlos.

Screenshot der Android-App fragFINN

Unser Favorit: Die Kinderschutz-App fragFINN.  

Quelle: (Eigener Screenshot) fragFINN e.V. 

Screenshot der Android-App fragFINN

Unser Favorit: Die Kinderschutz-App fragFINN.  

Quelle: (Eigener Screenshot) fragFINN e.V. 

Entscheidet man sich für das Firefox-Plug-in, erscheint in der Menüleiste des Browsers ein Fahrradhelm-Symbol über das sich der Kinder-Modus ein- und ausschalten lässt. Zur Sicherheit ist dafür ein Passwort nötig. Im aktiven Zustand überprüft der KinderServer jede Webseite und unterbindet die Anzeige unangemessener Seiten. Es wird dann lediglich eine Info-Page angezeigt, auf der erklärt wird, warum die URL nicht aufgerufen werden kann. Einen Haken hat der KinderServer allerdings: Die Performance beim Surfen kann sich deutlich verschlechtern, wenn das Plug-in aktiviert wurde.

Kinderschutz: Mehr Sicherheit für Smartphones und Tablets

Die App "fragFINN" kann sowohl auf Android- als auch auf iOS-Geräten installiert werden und fungiert als mobiler Browser, der nur Webseiten zulässt, die von Medienpädagogen überprüft wurden. Mit der Suchmaschine können Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren auf über 11.800 URLs zugreifen und so auf sichere Weise im Internet recherchieren.

Als Bonus enthält der Browser redaktionelle Linktipps und eine Installation führt nicht dazu, dass andere Browser auf dem Smartphone geblockt werden. fragFinn funktioniert zwar nicht auf dem Desktop-PC als Blocker von unsicheren Seiten, ist aber trotzdem unser klarer Sieger in Sachen Performance. Zudem its die App komplett in deutscher Sprache gehalten. Die Nutzung der Anwendung erfordert zudem keine besonderen Zugriffsrechte.

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