Individuelle Therapiemethoden

Kopfschmerz adé? M-Sense App analysiert Ursachen für Migräne

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Heute ist bundesweit der 'Kopfschmerztag' – passend dazu hat ein Entwickler-Team die Android-App 'M-sense' veröffentlich, mit der sich Migräneattacken analysieren lassen. Nach einem 45-tägigen Überwachungszeitraum schlägt die Software Therapiemethoden vor.

Fast die Hälfte aller Bundesbürger leidet regelmäßig unter Kopfschmerzen, die in so unterschiedlicher Form auftreten, dass Ärzte häufig nicht mehr tun, als Schmerztabletten zu verschreiben. Bei 12 Prozent der Deutschen wachsen die Kopfschmerzen zu einer Migräne an.

Da Schmerzmittel eine Reihe von Nebenwirkungen haben und ebenso wie die Einnahme von Antibiotika eher die Ausnahme bleiben sollten, gilt es die Ursachen für das Pochen und Stechen in unserer Denkzentrale herauszufinden, um sie nach Möglichkeit zu beseitigen.

Achtung

Bereits bei der zugelassenen Dosis von vier Gramm Paracetamol pro Tag können Patienten schwere Leberschäden davontragen! Daher sprechen sich immer mehr Mediziner gegen frei verkäufliche Schmerzmittel aus.

Kopfschmerztage um 40 Prozent reduzieren

Gegenüber der Berliner Morgenpost erläutert Stefan Greiner, Teil des vierköpfigen Gründer-Teams, die Vision von M-sense: "Unser Ziel ist, die Kopfschmerztage der Betroffenen um 40 Prozent zu reduzieren."

Die App, die kostenlos im Google Play Store angeboten wird (eine iOS-App ist in Planung), analysiert dafür zunächst über 45 Tage hinweg verschiedene Daten zur Wetterlage, zur Schlafdauer und -qualität, zum Koffeinkonsum und einiges mehr. M-sense-User müssen zur individuellen Diagnostik beitragen und jeden Tag ein digitales Tagebuch führen.

Akute Kopschmerzattacken werden ebenfalls festgehalten, indem das Blitz-Symbol rechts oben auf der Benutzeroberfläche angewählt wird. Wann traten die Schmerzen auf? Wie stark? Ist der Kopfschmerz halbseitig? Diese und ein paar weitere Fragen dienen als Grundlage zur Ursachen-Ermittlung.

M-sense Screenshot

Über 45 Tage hinweg müssen User einige Einflussfaktoren dokumentieren, um eine treffende Diagnostik zu erhalten.

(Screenshot) Newsenselab GmbH 

M-sense Screenshot

Zu den Faktoren, die Migräne auslösen, zählen auch die Schlafgewohnheiten.

(Screenshot) Newsenselab GmbH 

M-sense Screenshot

Kopfschmerzattacken können über das Blitz-Symbol gemeldet und charakterisiert werden.

(Screenshot) Newsenselab GmbH 

M-sense Screenshot

M-sense informiert über Faktoren wie zum Beispiel Koffein, Menstruation oder Medikamenteneinnahmen, die den Schmerz beeinflussen,

(Screenshot) Newsenselab GmbH 

M-sense Screenshot

Über 45 Tage hinweg müssen User einige Einflussfaktoren dokumentieren, um eine treffende Diagnostik zu erhalten.

(Screenshot) Newsenselab GmbH 

M-sense Screenshot

Zu den Faktoren, die Migräne auslösen, zählen auch die Schlafgewohnheiten.

(Screenshot) Newsenselab GmbH 

M-sense Screenshot

Kopfschmerzattacken können über das Blitz-Symbol gemeldet und charakterisiert werden.

(Screenshot) Newsenselab GmbH 

M-sense Screenshot

M-sense informiert über Faktoren wie zum Beispiel Koffein, Menstruation oder Medikamenteneinnahmen, die den Schmerz beeinflussen,

(Screenshot) Newsenselab GmbH 

"Nimm aktiv Einfluss auf deine Kopfschmerzen"

"Gemäß den aktuellen medizinischen Leitlinien kannst du direkt in M-sense Therapiemethoden wie zum Beispiel Muskelentspannungsübungen nach Jacobsen machen – für dich aufbereitet, geplant und immer mobil zur Verfügung." Aktiv etwas tun, statt zu Tabletten zu greifen ist sicherlich aufwendiger, aber spätestens bei chronisch auftretendem Kopfweh die gesündere Alternative.

Im Rahmen eines kostenfreien Accounts dürfen User auf das teilautomatisierte Tagebuch zugreifen, auf eine Analyse, ob Wetterschwankungen Einfluss auf die Schmerzen ausüben und auf Statistiken zum Migräne- und Kopfschmerzverlauf. Die Analyse von Einflussfaktoren wie Lebensstil und hormonelle Schwankungen sowie der maßgeschneiderte Therapieplan können leider erst genutzt, wenn ein kostenplichtiges Abo (14,99 €; monatlich kündbar) abgeschlossen wird.

Fazit: Der Bedarf für die M-sense-App ist gegeben, der Preis erscheint jedoch zunächst recht hoch. Hält die mobile Software allerdings was sie verspricht – und reduziert die Kopfschmerztage erheblich – dann rechnen sich die Kosten zum Teil wieder, da weniger Schmerzmittel gekauft werden.

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