Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Krypto-Messenger "Signal" kommt als Open-Beta auf den Desktop

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Mit "Signal" verspricht Open Wisperer Systems geschützte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung via Kurznachrichten, wie es Nutzer von Messenger-Diensten erwarten. Lange Zeit gab es die Open-Source Krypto-App ausschließlich als mobile Variante, doch mit dem Start der Open-Beta ist Signal jetzt auch für Chrome-Nutzer am Desktop erhältlich.

Mit Signal geräteübergreifend sicher kommunizieren

Man kann Messenger-Dienste wie WhatsApp oder den Facebook Messenger für ihre mehr als freizügige Interpretation von Privatsphäre anprangern, doch am Ende des Tages nutzen mehr und mehr Menschen die Möglichkeit der schnellen und einfachen Nachrichtenübermittlung - WhatsApp verzeichnet bereits über eine Milliarde aktive Nutzer. Obwohl der populäre Messenger mit seiner neuen Datenschutzinitiative damit beginnt Chat-Verläufe zwischen zwei Personen Ende-zu-Ende zu verschlüsseln, bleibt letztendlich der fade Beigeschmack von der "großen Datenkrake". Aus diesem Grund greifen immer mehr Nutzer zu Messengern, die gesteigerten Wert auf die Privatsphäre legen.

Mit Signal kommt nun ein plattformunabhängiger Krypto-Messenger als offene Beta-Version auf unsere Heimrechner, der bereits seit Ende 2015 über das Einladungsprinzip von interessierten Nutzern ausgiebig getestet werden konnte. Der Dienst war bisher vor allem als Open-Source basierte App auf android- und iOS-fähigen Mobilgeräten für eine "einfache, private Kommunikation" bekannt. Jetzt liefert die verschlüsselte Alternative durch die Plattformunabhängigkeit weitere Argumente für sich.

Signal beschränkt sich dabei nicht nur auf Kurznachrichten: Mit dem Messenger können Nutzer auch Bilder und Videos kostenlos versenden, Gruppen-Chats öffnen und beitreten. Darüber hinaus ist sowohl die Smartphone-App als auch die Chrome-Extension des Krypto-Messengers unter der GPLv3-Lizenz Open-Source verfügbar.

Signal Chrome-Erweiterung verknüpft sich mit Mobile-App

Nach eigenen Angaben nutzt die Chrome-Erweiterung die gleiche Verschlüsselungstechnologie wie die App-Varianten von Signal und verknüpft sich mit der Smartphone-App beziehungsweise mit dem angelegten Account. Ohne diese Synchronisation wäre eine plattformübergreifende Kommunikation nicht möglich.

Zum Start der Open-Beta kann man Signal allerdings nur via Chrome-Extension nutzen, wenn man den Messenger mit der Android-App verknüpft. Allerdings kündigten die Entwickler bereits in ihrem Blog-Post an, dass die Unterstützung von iOS-Geräten bald folgen soll.

Hinweis: Der Krypto-Messenger verlangt unter Android für die Installation umfangreiche Zugriffsrechte.

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