Chrome-Extensions für den Microsoft Browser

Mehr Erweiterungen für Edge – Toolkit erlaubt umwandeln von Chrome-Add-ons

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

13 Erweiterungen. Mehr Add-ons hat Microsoft für seinen Edge-Browser aktuell nicht im Gepäck. Da User diesen Umstand häufig bemängeln, haben sich die Entwickler etwas ausgedacht, um dem Konkurrenten Chrome vielleicht doch noch den Rang ablaufen zu können: Das Edge Extension Toolkit.

Extensions für den Edge Browser - das Toolkit schafft Abhilfe!

Screenshot der UWP-App Microsoft Edge Extension Toolkit

Das Toolkit im UWP Store. Die App konvertiert Extensions, die für Chrome konzipiert sind. Zum Ausprobieren sollte das Anniversary Update installiert werden, um Zugriff auf die neueste Edge-Version zu haben.  

Quelle: (Screenshot)  Microsoft Store 

Screenshot der UWP-App Microsoft Edge Extension Toolkit

Das Toolkit im UWP Store. Die App konvertiert Extensions, die für Chrome konzipiert sind. Zum Ausprobieren sollte das Anniversary Update installiert werden, um Zugriff auf die neueste Edge-Version zu haben.  

Quelle: (Screenshot)  Microsoft Store 

"Microsoft Edge Extension Toolkit" - so lautet die Bezeichnung der neuen, kostenlosen Universal Windows Platform (UWP) Anwendung, die dafür sorgen soll, dass gegenüber dem größten Browser-Konkurrenten Google Chrome endlich Boden gut gemacht wird.

Das Toolkit ist für Entwickler gedacht, denen es damit schnell und einfach gelingen soll, ihre Chrome Add-ons für den Edge Browser bereitzustellen. Seit dem Windows 10 Anniversary Update vom 2. August erlaubt Edge die Integration von zusätzlichen Erweiterungen. Bisher existieren lediglich 13 installierbare Add-ons, wenige weitere befinden sich in der Beta-Phase.

Um mit dem Microsoft Edge Extension Toolkit Chrome-Erweiterungen zu konvertieren, kreiert das Tool die nötigen JSON Manifest Einträge und schreibt API-Schnittstellen bei Bedarf um. Ob diese Option eventuell zu spät erschienen ist, um User noch zu einem Browser-Wechsel zu bewegen, ist zu diesem Zeitpunkt eher fraglich. Aktuell nutzen weniger als zehn Prozent der User den Microsoft Browser.

Direkte Werbung gegen den vermeintlich übermächtigen Konkurrenten

Standardbrowser wählen unter Windows 10

Übrigens: Auch bei der Auswahl des Standardbrowsers, fügt Microsoft einen kleinen Hinweis ein, dass zur Verwendung von Edge geraten wird.  

Quelle: (Screenshot) 

Standardbrowser wählen unter Windows 10

Übrigens: Auch bei der Auswahl des Standardbrowsers, fügt Microsoft einen kleinen Hinweis ein, dass zur Verwendung von Edge geraten wird.  

Quelle: (Screenshot) 

Also müssen neue Maßnahmen her, haben sich die Verantwortlichen wohl gedacht und schalten dementsprechend mehr Werbung, die sich unmittelbar gegen Chrome richtet. In der Info-Leiste zeigt Microsoft zum Beispiel an: "Chrome verbraucht ihren Akku schneller. Wechsel zu Microsoft Edge für 36 % mehr Browser-Zeit". Diverse systemeigene Alarmierungen und Benachrichtigungen versuchen ebenfalls, dasselbe Ziel zu erreichen.

Der Fairness halber sei erwähnt: Google nutzte ähnliche Strategien schon lange vor Microsoft, um User des Internet Explorers von Chrome zu überzeugen. "Was bei Google funktioniert hat, das können wir auch" - so oder so ähnlich könnte Microsoft Überlegungen wohl gelautet haben. Wir sind gespannt, ob sich diese Form des Marketings auszahlen wird.

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