Bildstabilisierungstechnik für Live Fotos

Motion Stills: iOS-App macht aus Wackelaufnahmen echte Hingucker

Foto von Dennie Beneke

von Dennie Beneke (@debeneke)-

Mit "Motion Stills" geht Google Research verwackelten Apple Live Fotos an den Kragen. Die experimentelle App wird kostenlos für iOS im App Store angeboten und dient als Bildwerkzeug für Apples kurze Video-Sequenzen.

Live-Fotos sind Apples Antwort auf GIFs

Symbol von Motion Stills

"With Motion Stills, we provide an immersive stream experience that makes your clips fun to watch and share."  

Quelle: (Google Inc.)  Google Research Blog 

Symbol von Motion Stills

"With Motion Stills, we provide an immersive stream experience that makes your clips fun to watch and share."  

Quelle: (Google Inc.)  Google Research Blog 

Die allseits beliebten Aneinanderreihungen von animierten Bildern (kurz: GIFs) sind beliebter denn je - und das, obwohl das Graphics Interchange Format rückblickend eher zu den Urgesteinen des Internets zählt. Im Netz tummeln sich deshalb zahlreiche Apps und Webanwendungen, die Bilder und Videos in kurze GIFs umwandeln. Google Research hat es mit seiner mobilen Version eines Bildstabilisators bisher vor allem auf iOS-fähige Geräte abgesehen, denn Motion Stills steht als experimentelle Mobil-Applikation seit dem 7. Juni ausschließlich in Apples App Store zur Verfügung.

Dabei nimmt sich Motion Stills vor allem die neue Live-Foto-Funktion zur Brust, die seit Einführung des iPhone 6s und iPhone 6s Plus auf den Smartphones des Geräteherstellers zu finden ist. Für alle, die sich mit dem Live-Fotos-Feature noch nicht auseinandergesetzt haben: Die Kamera nimmt sowohl vor als auch nach der eigentlichen Aufnahme einen Augenblick in Bild und Ton auf - praktisch ein verkürztes Video, das um den Moment besser einzufangen.

Motin Stills kreiert aus wackligen Live Fotos "wundervolle" GIFs

Frau wird per App gespiegelt und mit einem Raster belegt

Auf der linken Seite sieht man das Original auf einem Raster - auf der rechten Seite das überarbeitete Ergebnis mit Motion Stills.  

Quelle: (Google Inc.)  Google Research Blog 

Frau wird per App gespiegelt und mit einem Raster belegt

Auf der linken Seite sieht man das Original auf einem Raster - auf der rechten Seite das überarbeitete Ergebnis mit Motion Stills.  

Quelle: (Google Inc.)  Google Research Blog 

Im Gegensatz zu einfachen GIF-Konvertern hat Motion Stills seine Qualitäten vor allem im Bereich der Bildstabilisation. Mithilfe einer speziellen Technik werden aus wackligen Aufnahmen kurzer Video-Sequenzen ruckelfreie Animationen, die (aus den Beispielen des offiziellen Google Research Blogs hervorgehend) bei denen vor allem Hintergründe in Standbilder verwandelt werden. Positive Auswirkungen hat die Video-Stabilisation vor allem auf schnelle Bewegungsabläufe - die optischen Effekte in Bezug auf Kameraschwenks machen einen vielversprechenden Eindruck.

Hinter der Technologie steckt ein Algorithmus, der die einzelnen Bilder zunächst analysiert und anschließend mithilfe eines virtuellen Kamerapfads stabilisiert. Außerdem sorgt das "Loop Optimization"-Feature für bestmögliche Start- und Endpunkte, um die Animation in einer Schleife durchlaufen zu lassen. Das Ganze gelingt nach Angaben der Entwickler übrigens ohne Netzverbindung und spielt sich ausschließlich auf dem Smartphone ab.

Abschließend konvertiert der Nutzer die rundoptimierten Animationen entweder in das GIF-Format oder nutzt die Technik, um aus mehreren Live-Fotos ein aneinandergereihtes Video zu erstellen.

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