VPNhub nennt sich der Dienst

Nacktbilder sicher im Büro verschicken - dank Pornhub

Geschätzte Lesezeit: ca. 3 Minuten

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Ausgerechnet 'Pornhub', die Schmuddelseite Nummer 1 im Netz, bringt jetzt eine VPN-App heraus. 'VPNhub' nennt sich die Software, die euren Traffic umleitet und verschlüsselt. So lässt sich nicht nur unbehelligt im öffentlichen Wlan surfen, auch der Nacktbildaustausch im Büro verläuft ungestört.

VPN-Apps gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Einmal installiert sorgen diese 'Virtual Private Networks' meist dafür, dass ihr euch einigermaßen unbehelligt im Internet bewegen könnt. Vereinfacht gesagt funktioniert das so: Die VPN-App leitet eure Verbindung zunächst über einen entfernten Server, womit die von euch angesteuerte Seite - oder Dritte - nicht mehr nachvollziehen können, woher die Anfrage kommt. Gerade in öffentlichen Netzwerken, wie zum Beispiel an Flughäfen, ist die gesteigerte Privatsphäre begrüßenswert, zumal viele VPN-Anbieter den Internet-Verkehr auch noch verschlüsseln.

Man muss jetzt wohl kaum weit um die Ecke denken, um festzustellen, dass solche Dienste auch für andere Zwecke verwendet werden können. Etwa, um in sehr restriktiven Ländern eigentlich gesperrte Schmuddelseiten aufrufen zu können. Wohl auch aus diesem Grund hat mit 'Pornhub' die wohl bekannteste dieser Seiten jetzt eine eigene VPN-App für Desktop (Windows und Mac OS) sowie Android und iOS herausgebracht.

Gleich zu Beginn wird dem Nutzer angeboten, doch auf die werbefreie Premium-Version zu wechseln. Mit 12,99 Euro pro Monat ist diese nicht gerade billig ...

(Screenshot)  VPNhub 

... Allerdings dürfen Premium-User auch unter verschiedenen Server-Standorten auswählen. Als Faustregel gilt: Je näher der Server am Standort des Nutzers, desto schneller die Internetverbindung.

(Screenshot)  VPNhub 

VPNhub leitet euch weiter in die VPN-Einstellungen eures Geräts. Um darauf zugreifen zu können, müsst ihr einmalig euer Passwort zum Entsperren eingeben.

(Screenshot)  VPNhub 

Nach der Einrichtung kann die App geschlossen werden. Sämtliche Verbindungen, sei es über den Browser, Apps oder andere Software, wird nun umgeleitet und verschlüsselt.

(Screenshot)  VPNhub 

Gleich zu Beginn wird dem Nutzer angeboten, doch auf die werbefreie Premium-Version zu wechseln. Mit 12,99 Euro pro Monat ist diese nicht gerade billig ...

(Screenshot)  VPNhub 

... Allerdings dürfen Premium-User auch unter verschiedenen Server-Standorten auswählen. Als Faustregel gilt: Je näher der Server am Standort des Nutzers, desto schneller die Internetverbindung.

(Screenshot)  VPNhub 

VPNhub leitet euch weiter in die VPN-Einstellungen eures Geräts. Um darauf zugreifen zu können, müsst ihr einmalig euer Passwort zum Entsperren eingeben.

(Screenshot)  VPNhub 

Nach der Einrichtung kann die App geschlossen werden. Sämtliche Verbindungen, sei es über den Browser, Apps oder andere Software, wird nun umgeleitet und verschlüsselt.

(Screenshot)  VPNhub 

VPNhub leitet Traffic um und verschlüsselt

Die im charakteristischen schwarz/weiß/gold-Look gehaltene Software 'VPNhub' ist quasi in Windeseile installiert. Die App leitet euch nach wenigen Klicks in die VPN-Einstellungen eures Geräts und nimmt die entsprechenden Einstellungen vor. Fortan werden sämtliche Verbindungen umgeleitet - in der kostenlosen Version gibt es aber leider nur einen US-Server, die anderen sind Premium-Nutzern vorbehalten. Während unseres kurzen Tests waren wir allerdings überrascht, dass die Verbindung trotz des sehr langen Umwegs (für VPN-Verhältnisse jedenfalls) recht zügig arbeitete.

Die Macher der App versprechen in einem Spot übrigens unumwunden, dass sich damit eigentlich gesperrte Videoinhalte in schummrigen Hotelzimmern konsumieren lassen. Für die Betreiber ist das gleich doppelt lukrativ, denn zum einen wird in der Gratisvariante der App Werbung geschaltet, zum anderen dürfte dies zu mehr Traffic auf Pornhub führen. Noch frivoler: VPNhub bietet neben der automatischen Umleitung noch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung - was streng genommen sicher löblich ist, denn es sperrt Spione recht zuverlässig aus. Der Hersteller aber wirbt in einem zugegebenermaßen unterhaltsamen Video für einen etwas anzüglicheren Verwendungszweck. Anschauen könnt ihr euch den kurzen Film hier:

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