Eine App, die Apps vorschlägt

Nearby - Eine App, die Apps vorschlägt

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von Julian Richter -

Stellt euch vor, ihr steht in einem Supermarkt und hättet gern einen Barcode-Scanner. Man könnte jetzt zu Google Play gehen und sich einfach einen herunterladen. Allerdings muss man sich dafür erstmal entscheiden, welchen man nimmt. Genau für diese Zwecke wurde heute die App "Nearby" veröffentlicht.

Wenn dein Handy weiß, was du willst

Ihr könnt ebenfalls selbst Beacons erstellen, wenn euch die vorgegebenen nicht reichen.

Nearby nutzt euren Standort, macht daran fest, wo ihr euch gerade befindet und bietet euch dementsprechend Apps an, die euch in der Situation gerade nützlich sein könnten. Dies ermöglicht zum Beispiel, dass ihr in Museen einen Audio-Rundgang bekommt oder an Flughäfen einen mobilen Reisepass. Ebenfalls könntet ihr zukünftig beim Betreten eines Restaurants oder einer Bar bereits die Speisekarte oder Tagesangebote zu sehen bekommen. Interessiert euch das Angebot nicht, könnt ihr es einfach wegwischen, wie jede andere Benachrichtigung auch.

Gut zu wissen

Nearby funktioniert auf Android 4.4 KitKat und höher.

Nearby kann außerdem mit anderen Diensten wie Google Cast und Android Wear verbunden werden. Diese lassen sich ebenfalls unbeschwert einrichten und bieten euch zusätzlich situationsrelevante Apps. Ferner durchsucht die Anwendung zahlreiche Webseiten und kann den User bei Interesse direkt auf diese weiterleiten.

Starker Akku und viel Geduld von Nöten

Um Nearby funktionsfähig zu machen, nutzen die Entwickler eine Kombination aus GPS, Bluetooth und Ultraschall. All diese Dinge müssen folglich auf eurem Smartphone aktiviert sein, um die App nutzen zu können - und das beeinträchtigt natürlich die Akku-Lebensdauer. Solltet ihr daher ein Handy besitzen, dessen Akku einem Countdown gleicht, könnte die App nur ein kurzes Vergnügen bereiten.

Allerdings kann man noch vorsichtig Hoffnung schöpfen. Denn bis es soweit ist, dass die Anwendung hier in Deutschland voll funktionstüchtig ist und wirklich schon vor dem User weiß, was dieser will, wird wohl noch das ein oder andere neue Smartphone das Licht der Welt erblicken. Momentan steht Nearby nämlich nur in Kooperation mit amerikanischen Unternehmen und man wird am Erfolg erkennen, inwiefern sich das in Zukunft erweitert.

Nearby ist eine Erweiterung der letztes Jahr veröffentlichten "Nearby API", die es einfacher machen soll, mit anderen Nearby-Geräten und Beacons zu kommunizieren. Vor einigen Monaten hatte sich die Firma bereits mit physikalischen Web-Beacons für Android in Chrome befasst. Mit Nearby möchte man nun einen Schritt weiter gehen.

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