Cloud-Speicher setzt auf Smartphone-Kamera

Neue Features: Dropbox für iOS bekommt Dokumentenscan und Textsuche

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Der populäre Cloud-Service Dropbox Inc. verbessert seine iOS-App und bietet nun auch das Scannen von Dokumenten via Smartphone-Kamera sowie eine Suchfunktion für Texte an. Als Bonus erstellt die Anwendung jetzt außerdem Microsoft Office kompatible Dateien.

Fotos zu schießen oder Unterlagen einzuscannen und in einer Cloud abzulegen ist nichts Neues – das ein solches Feature nun aber via Dropbox-iOS-App möglich ist, allerdings schon. User können schriftliche Notizen, Rezepte und das Whiteboard vom letzten Meeting als Bildmaterial in der Dropbox ablegen. Business-Kunden (zwölf Euro pro Monat für Teams) profitieren von dem Vorteil, Dateien auch im Word-, Excel- oder Powerpoint-Format abspeichern zu können.

Dropbox nimmt kollaborative Teamarbeit ins Visier

Über den Cloud-Zugriff mehrerer Personen auf geteilte Dateien hinaus arbeiten die Entwickler bei Dropbox Inc. an einer Erweiterung des Funktionsportfolios, um den Trend zur Online-Teamarbeit aufzugreifen.

Ideas can pop up anywhere, any time, and you need to hold on to the great ones.

So soll es bei zukünftigen Updates hauptsächlich darum gehen, Arbeitnehmern das gemeinsame Arbeiten an Projekten zu erleichtern. Dafür werden beispielsweise Chat- und Kommentarfunktionen eingeführt. Um den anderen Teammitgliedern zeigen zu können, auf welchen Text- oder Bildabschnitt man sich gerade bezieht, soll es Markierungsmöglichkeiten geben.

Screenshot der iOS Dropbox App

Verschiedene Dateiformate in der iOS App.  

Quelle: (Pressekit)  Dropbox Inc. 

Screenshot der iOS Dropbox App

Verschiedene Dateiformate in der iOS App.  

Quelle: (Pressekit)  Dropbox Inc. 

Ein weiterer Schachzug: Damit eine hohe Kompatibilität zu Produkten aus dem beliebten Office-Paket gewährleistet werden kann, arbeitet Dropbox laut eigener Aussage eng mit Microsoft zusammen. Todd Jackson, der VP of Product and Design, sagte dazu in einem Interview gegenüber Bloomberg: "Wir arbeiten wirklich eng mit ihnen zusammen, sie waren unglaublich offen. Genau wie wir, möchten sie die Tools integrieren, die gerne von den Leuten genutzt werden."

Cloud, Konnektivität, Teamwork

Das Dropbox-Bestreben zeigt wiederum, wie wichtig die Themen Cloud-Speicher, geräteübergreifende Verbindungen und das gemeinsame Arbeiten via Internet in diesem Jahr geworden sind.

Exemplarisch zeigte sich Microsoft bereits auf der Build 2016 besonders offen gegenüber anderen Systemen und ließ beim hauseigenen Betriebssystem die Installation eines Linux Subsystems zu. Auch die Vernetzung von Smartphone und PC soll mit dem kommenden Redstone-Update vereinfacht werden. Darüber hinaus lässt Outlook die Integration von Drittanbieter-Tools zu.

Selbst Apple setzt auf Offenheit und präsentierte auf der WWDC 2016 eine Weltpremiere: Siri wird für Apple-fremde Entwickler zugänglicher, um die Usability ihrer Apps zukünftig mit der Unterstützung der digitalen Assistentin zu verbessern.

Damit zeigen zwei der weltgrößten Software- und Hardware-Unternehmen eine bisher neue Kooperationsbereitschaft, die sich für die User – hier zu sehen am Beispiel von Dropbox – auszahlt.

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