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iOS-Version steht noch aus

Opera integriert Schutz vor Crypto-Mining in mobile Browser-Versionen

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Ungefragtes Crypto-Mining hat sich spätestens seit der rasanten Kursentwicklung von Kryptowährungen zu einer lukrativen Einnahmequelle für Webseiten gemausert. Opera geht dagegen nun auch mobil vor und stattet seinen Adblock-Schutz mit der NoCoin-Technik für den mobilen Browser und 'Opera Mini' aus.

Das Schürfen nach dem digitalen Gold ist nicht nur Browser-Herstellern wie Opera ein Dorn im Auge, sondern geht auch auf Kosten der Webseitenbesucher, die ohne ihr Wissen Rechenleistung zur Verfügung stellen. Seitenbetreiber, die ihre Webauftritte beispielsweise mit entsprechenden Skripten oder versteckten Pop-under-Fenstern ausstatten, nutzen über diesen Weg die CPU des Besuchers und nehmen damit wissentlich in Kauf, dass die Hardware durch die hohe Auslastung und die dementsprechende Hitzeentwicklung bleibenden Schaden nimmt.

When you browse the web, there are no visual clues that your device is exposed to mining.

Jan Standal, VP Product Marketing, Opera

Bereits um den Jahreswechsel reagierte Opera deshalb auf die Gebaren der Seitenbetreiber und stattete die Desktop-Version mit einem Update aus, das entsprechenden Schutz gegen Crypto-Mining verspricht.

Unter dem Namen 'NoCoin' sperrt Opera nun Skripte und Hintergrundprozesse, allerdings nur, wenn der integrierte Adblocker und genannte Funktion vom Nutzer aktiviert wurden. Somit wird nicht nur ungewollte Werbung geblockt, sondern auch das Hintergrund-Mining.

Opera mobile und 'Mini' für Android bekommen NoCoin-Technik spendiert

Nach dem Desktop-Update folgt nun die Integration der NoCoin-Technik in die Adblock-Funktionalitäten der mobilen Browser-Version von Opera als auch in 'Opera Mini'. Auch hier sind App-Anwender gezwungen, die Adblocker-Funktionalitäten aktiv zu nutzen, um von der darin integrierten Anti-Cryptojacking-Technik zu profitieren. iOS-Anwender müssen sich vorerst noch gedulden, denn bislang rollte Opera das Update ausschließlich für Android aus.

Seit Opera die NoCoin-Technik in seine Desktop-Version eingeführt hat, steigen die Zahlen der betroffenen Webseitenbesucher stetig an. Sprach man im vergangenen Jahr noch von 500 Millionen Nutzern weltweit, die ohne ihr Wissen zum Crypto-Mining beitrugen, schätzen Experten die Zahl im neuesten Blog-Eintrag nun bereits auf über eine Milliarde. Jan Standal, Vize-Präsident des Produkt-Marketings von Opera, weist darauf hin, dass sich keine visuellen Anzeichen ausmachen lassen, wenn im Hintergrund Crypto-Mining betrieben wird. Ein offener Tab kann jedoch bis zu 4,5 Stunden an Batteriezeit kosten, wenn darüber geschürft wird. Deshalb rät der Experte zur aktiven Nutzung des Adblockers.

Quelle: BleepingComputer

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